Hohes Datentempo: Nur für Städter oder im Ausland

Wie viel Bandbreite habe ich? – So findest du es heraus

Schnelles Internet – das wünscht sich jeder. Aber wie schnell ist meine Internetverbindung eigentlich – und liefert der Provider das eingekaufte Datentempo ab? Ihr könnt das alles leicht herausfinden…

Du hast den Eindruck, deine Internetverbindung ist nicht so schnell, wie sie sein sollte? Oder du möchtest einfach mal wissen, wie viel Bandbreite tatsächlich bei dir ankommt? Verständlich, schließlich sollen deine monatlichen Internet-Gebühren ja nicht für die Katz sein. Außerdem hilft dir die Messung dabei, Probleme mit der Internetverbindung zu identifizieren. Erfahre hier, wie du herausfindest, wie viel Bandbreite tatsächlich bei dir ankommt und was du tun kannst, wenn es zu wenig ist.

So misst du deine Internet-Bandbreite

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Internet-Bandbreite zu messen. Besonders einfach in der Verwendung sind Online-Tools oder Apps, die einen Speedtest durchführen. Diese senden eine Reihe von Datenpaketen an dein Gerät und messen, wie lange es dauert, bis die Daten zurückkommen. So können sie deine Internetgeschwindigkeit in Megabit pro Sekunde (Mbps) berechnen. Auf diese Art kannst du zum Beispiel hier die Geschwindigkeit testen.

Eine andere Möglichkeit, deine Internet-Bandbreite zu messen, ist die Verwendung eines Netzwerküberwachungsprogramms. Solche Tools können dir dauerhaft detaillierte Informationen über deinen Netzwerkverkehr liefern – einschließlich der Datenübertragungsgeschwindigkeit, der Geräte, die die meiste Bandbreite verbrauchen, und der Anwendungen, die die meisten Daten verbrauchen. Dies kann nützlich sein, um mögliche Engpässe zu erkennen und die Netzwerkleistung entsprechend zu verbessern.

Du möchtest erst einmal einfach nur herausfinden, wie viel Bandbreite bei dir ankommt? Dann ist ein einfacher Online-Speedtest die richtige Wahl. Dabei gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten.

Wie schnell oder langsam ist Dein Internet?
Wie schnell oder langsam ist Dein Internet?

Was du beim Speedtest beachten solltest

Die Internetgeschwindigkeit hängt stets von einer Reihe von Faktoren ab, z. B. von der Tageszeit, der Anzahl der mit deinem Netzwerk verbundenen Geräte und der Aktivitäten, die du online durchführst. Daher ist es ratsam, mehrere Geschwindigkeitstests zu verschiedenen Zeiten und unter verschiedenen Bedingungen durchzuführen – so erhältst du ein genaueres Bild von deiner Internetgeschwindigkeit. Folgende Dinge solltest du vor dem Geschwindigkeitstest beachten:

  • Verbinde nur das Testgerät mit deinem Internetnetzwerk und trenne alle anderen Endgeräte für die Dauer des Tests.
  • Führe den Test idealerweise über LAN durch – verbinde also deinen PC oder dein Notebook direkt per Kabel mit dem Router.
  • Wenn du einen Glasfaseranschluss nutzt, stelle sicher, dass das Testgerät darauf ausgelegt ist, die hohen Glasfaser-Bandbreiten zu übertragen: Die Netzwerkkarte sollte gigabitfähig sein.
  • Schließe möglichst alle anderen Anwendungen auf dem Rechner. Auch Virenscanner und andere Sicherheitsanwendungen solltest du für die Dauer des Tests deaktivieren.

Das Ergebnis des Speedtests bewerten

Je nach Anbieter werden verschiedene Ergebnisse beim Speedtest ausgespielt. Diese vier Messergebnisse sind die geläufigsten:

  • Download-Geschwindigkeit: Hieraus kannst du ersehen, wie schnell Daten tatsächlich heruntergeladen werden. Dies wird in Mega- (Mbit/s) oder Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) angegeben. Die Download-Geschwindigkeit ist das, was bei einem Internettarif in der Regel im Vordergrund steht: So hast du vielleicht einen Tarif abgeschlossen, der mit „bis zu 50 Mbit pro Sekunde“ beworben wurde. Realistischerweise kannst du etwa zwei Drittel dieser Rate erreichen (da durch Zwischenstationen und Übertragungsfehler Geschwindigkeit verloren geht). Wenn der Speedtest dir also gezeigt hat, dass du eine Downloadrate von 33 Mbit hast, dann ist das bei einem 50 Mbit-Tarif. Liegt dein Wert deutlich darunter, stimmt etwas nicht.
  • Upload-Geschwindigkeit: Diese zeigt dir an, wie schnell Daten von deinem Rechner aus hochgeladen werden – ebenfalls in Mbit/s oder Gbit/s. Der Upload erfolgt in der Regel deutlich langsamer als der Download, was sinnvoll ist: User laden meist deutlich mehr Daten herunter, als sie uploaden. Die Upload-Geschwindigkeit ist ebenfalls Bestandteil deines Internettarifs. 10 Mbit/s sind üblich und für die meisten Nutzer auch ausreichend. Wer allerdings häufig mit mehreren Geräten Daten übertragen will, für den sind 50 Mbit/s die bessere Wahl. Beachte bei der Auswertung des Speedtests auch hier, dass die volle im Tarif genannte Upload-Geschwindigkeit nicht erreicht wird.
  • Ping: Der Ping ist ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Messung der Bandbreite. Er bezeichnet die Reaktionszeit des Systems – also wie viel Zeit zwischen dem Verschicken eines Datenpakets an einen Empfänger und dem Empfang des ausgelösten Antwortpakets vergeht (z. B.: Wie lange dauert es vom Klick auf einen Link bis zum Öffnen der Website?). Ist der Ping-Wert deiner Verbindung gut, kommt es zu weniger Rucklern und Aussetzern z. B. beim Streamen oder Gamen. Ein guter Ping-Wert liegt zwischen 10 und 30 ms.
  • Jitter: Dieser Begriff bezeichnet die zeitliche Schwankung zwischen dem Empfang von zwei Datenpaketen. In der Regel sollte der Jitter unter 10 ms liegen, aber auch bis zu 30 ms sind noch akzeptabel.
Mit einer Glasfaser erreicht man hohes Datentempo
Mit einer Glasfaser erreicht man hohes Datentempo

Was du tun kannst, wenn zu wenig Bandbreite ankommt

Wenn die Datenübertragung in deinem Netzwerk nicht gut genug ist, kann das verschiedene Gründe haben. Erfahre hier einige häufige Ursachen für langsame Internetgeschwindigkeiten und was du dagegen tun kannst:

  • Dein Internettarif ist für dich nicht ausreichend: In diesem Fall müsstest du auf einen anderen Tarif oder einen anderen Anbieter umsteigen. Erkundige dich zunächst bei deinem bisherigen Anbieter, ob es bessere Tarife für dich gibt. Falls du besonders schnelles Internet bevorzugst, kannst du prüfen, ob bei dir bereits Glasfaser verlegt ist und du auf einen Glasfaser-Anbieter umsteigen kannst. Sollte dein Internettarif eigentlich für dich ausreichen, du aber trotzdem zu niedrige Geschwindigkeiten erreichen, kannst du auch außerordentlich kündigen oder das Entgelt mindern.
  • Dein Netzwerk ist überlastet: Wenn mehrere Geräte mit deinem Netzwerk verbunden sind, konkurrieren sie möglicherweise um die Bandbreite und verlangsamen deine Internetgeschwindigkeit. Versuche, die Anzahl der Geräte, die gleichzeitig das Internet nutzen, zu begrenzen, oder erwäge ein Upgrade auf einen Internet-Tarif mit höherer Geschwindigkeit.
  • Dein Router ist veraltet: Ältere Router sind möglicherweise nicht in der Lage, die Anforderungen der modernen Internetnutzung zu erfüllen – vor allem, wenn mehrere Geräte an dein Netzwerk angeschlossen sind. Die Aufrüstung auf einen neueren Router kann deine Internetgeschwindigkeit verbessern und mehr Bandbreite für alle deine Geräte bereitstellen.
  • Du hast eine schlechte Verbindung: Wenn du eine drahtlose Verbindung nutzt, kann deren Geschwindigkeit durch Störungen von anderen Geräten, Wänden und anderen Hindernissen beeinträchtigt werden. Um die Geschwindigkeit zu verbessern, kannst du stattdessen eine kabelgebundene Verbindung verwenden oder den Router an einem zentraleren Ort in deiner Wohnung aufstellen. Auch ein Repeater kann Abhilfe schaffen.
  • Auf deinem Rechner befindet sich Malware oder andere Sicherheitsbedrohungen: Auch diese können deine Internetgeschwindigkeit verlangsamen, da sie deine Daten verbrauchen. Führe einen Sicherheits-Scan auf deinem Gerät durch, um alle Bedrohungen zu entfernen.
Breitbandmessung: Wie schnell ist Euer Internet? | Netzkenner Jörg Schieb

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