Windows 8: Apps in Gruppen organisieren – Ordnung im Kachel-Chaos

von | 30.04.2012 | Tipps

Windows 8 gehört heute zu den historischen Windows-Versionen, die vor allem durch ihre radikale Änderung der Benutzeroberfläche in Erinnerung geblieben ist. Der kachelbasierte Startbildschirm war Microsofts Versuch, Desktop und Touch-Bedienung zu vereinen. Für Nutzer, die noch immer mit Windows 8 oder 8.1 arbeiten, ist die Organisation des Startbildschirms nach wie vor wichtig – gerade weil sich hier schnell Chaos breitmacht.

Der Startbildschirm von Windows 8 war der zentrale Ausgangspunkt für alle installierten Apps und Programme. Anders als das klassische Startmenü früherer Windows-Versionen präsentierte er alle Anwendungen als rechteckige Kacheln in verschiedenen Größen. Gerade bei einer größeren Anzahl installierter Software sammelte sich hier schnell ein unübersichtliches Durcheinander. Die Lösung: Apps systematisch in Gruppen anordnen.

Kacheln in neue Gruppen verschieben

Um eine bessere Struktur zu schaffen, könnt ihr Kacheln ganz einfach in neue Gruppen verschieben. Zeigt mit der Maus auf die gewünschte Kachel – beispielsweise den Internet Explorer – und zieht sie nach rechts, bis alle anderen Kacheln Platz machen. Dabei wird ein senkrechter Markierungsstrich sichtbar, der die neue Gruppenposition anzeigt. Lasst ihr die App hier fallen, wird automatisch eine neue, zunächst leere Gruppe angelegt.

Anschließend könnt ihr weitere thematisch passende Apps in diese Gruppe ziehen. Bei Browsern wären das beispielsweise Mozilla Firefox, Google Chrome oder Opera. So entstehen logische Anwendungsgruppen, die das Arbeiten deutlich erleichtern.

Gruppen mit aussagekräftigen Namen versehen

Noch übersichtlicher wird euer Startbildschirm, wenn ihr die erstellten Gruppen mit beschreibenden Überschriften versehen. Das funktioniert folgendermaßen: Klickt zunächst ganz unten rechts neben der horizontalen Bildlaufleiste auf den Button „Alle Kacheln anzeigen“ . Dadurch werden alle Symbole verkleinert und ihr erhaltet eine Übersicht über alle Gruppen.

Jetzt folgt ein Rechtsklick auf die zu benennende Gruppe – im Beispiel die Sammlung mit den Browser-Symbolen. Die Gruppe wird markiert (erkennbar am Haken) und unten erscheint eine Symbolleiste mit verschiedenen Optionen. Klickt dort auf „Gruppe benennen“ und gebt einen aussagekräftigen Namen ein, etwa „Browser“, „Office“, „Spiele“ oder „Multimedia“.

Weitere praktische Organisationstipps

Bei der Gruppenorganisation solltet ihr strategisch vorgehen. Häufig verwendete Programme gehören in die erste Gruppe ganz links, da diese sofort sichtbar ist. Spezialisierte Tools oder selten genutzte Software könnt ihr weiter rechts positionieren.

Die Kachelgrößen lassen sich übrigens individuell anpassen. Wichtige Apps könnt ihr als große Kacheln darstellen, weniger wichtige als kleine. Ein Rechtsklick auf eine Kachel öffnet das Kontextmenü mit den Größenoptionen.

Windows 8 in der Rückschau

Aus heutiger Sicht war Windows 8 ein mutiges, aber letztendlich nicht vollständig erfolgreiches Experiment. Microsoft versuchte, die Grenzen zwischen Desktop-PC und Tablet zu verwischen, stieß dabei aber auf erheblichen Widerstand von Nutzern, die das vertraute Startmenü vermissten. Mit Windows 10 kehrte Microsoft 2015 zu einem hybrideren Ansatz zurück, der Elemente beider Welten kombinierte.

Trotzdem: Wer heute noch Windows 8 oder 8.1 nutzt, kann mit der richtigen Organisation des Startbildschirms durchaus produktiv arbeiten. Die Gruppenfunktion war eines der durchdachteren Features des Systems und half dabei, auch bei vielen installierten Programmen den Überblick zu behalten.

Fazit: Ordnung schafft Effizienz

Eine saubere Organisation des Windows 8-Startbildschirms zahlt sich langfristig aus. Durch das Anlegen thematischer Gruppen mit aussagekräftigen Namen findet ihr eure Programme deutlich schneller und arbeitet effizienter. Auch wenn Windows 8 heute als Übergangssystem gilt, zeigt es doch, wie wichtig eine durchdachte Benutzeroberfläche für die tägliche Arbeit ist.

Zuletzt aktualisiert am 25.04.2026