Der Dock auf iPhone oder iPad bietet eine Menge Möglichkeiten, um sich das Leben leichter zu machen. Jene Apps, die ihr am häufigsten nutzt oder auf die ihr jederzeit schnellen Zugriff benötigt, könnt ihr hier ganz komfortabel ablegen. Vorteil: Diese Apps stehen jederzeit bereit, ihr müsst sie nicht jedes Mal suchen.
Seit iOS 11 – und auch in den aktuellen iOS-Versionen 18 und iPadOS 18 – bekommt der Dock eine zusätzliche Funktion. Auf der rechten Seite des Docks erscheinen automatisch bis zu drei Apps, die zuletzt benutzt wurden. Diese Funktion heißt „Vorgeschlagene und letzte Apps“ und nutzt maschinelles Lernen, um vorherzusagen, welche Apps ihr als nächstes verwenden könntet.
Für den einen ist das sicherlich hilfreich, da häufig verwendete Apps schneller erreichbar sind. Für den anderen kann es eher verwirrend oder störend sein, besonders wenn man eine sehr aufgeräumte, minimalistische Dock-Anordnung bevorzugt. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert und zeigt nicht nur kürzlich verwendete Apps, sondern auch Vorschläge basierend auf eurem Nutzungsverhalten, der Tageszeit und sogar eurem Standort.
So deaktiviert ihr die automatischen App-Vorschläge
Wenn euch die zusätzlichen Apps im Dock stören, könnt ihr sie ganz einfach ausschalten. Der Weg dorthin ist in allen iOS-Versionen seit iOS 11 praktisch identisch geblieben:
- Öffnet die Einstellungen
- Wählt die Kategorie Allgemein
- Tippt auf Multitasking & Dock
- Deaktiviert den Schieberegler neben „Vorgeschlagene und letzte Apps anzeigen„
Euer Dock bleibt jetzt genau so, wie ihr ihn festgelegt habt, ohne dass weitere Apps dort automatisch angezeigt werden.
Weitere Dock-Einstellungen und Tipps
Neben den vorgeschlagenen Apps gibt es noch weitere Möglichkeiten, das Dock zu optimieren:
Dock-Kapazität: Auf dem iPhone könnt ihr bis zu vier Apps im Dock platzieren, auf dem iPad sogar bis zu 15 Apps. Die rechte Seite bleibt für die vorgeschlagenen Apps reserviert, falls ihr diese aktiviert lasst.
Apps aus dem Dock entfernen: Haltet eine App im Dock gedrückt und zieht sie heraus. Sie verschwindet dann aus dem Dock, bleibt aber auf dem Home-Bildschirm verfügbar.
Ordner im Dock: Ihr könnt auch Ordner im Dock ablegen, um noch mehr Apps schnell erreichbar zu machen. Zieht einfach eine App auf eine andere, um einen Ordner zu erstellen.
Kontinuität-Features: Mit aktivierten vorgeschlagenen Apps seht ihr auch Apps von anderen Apple-Geräten, wenn ihr mit derselben Apple-ID angemeldet seid. So erscheint beispielsweise eine App, die ihr gerade am Mac verwendet, auch im iPad-Dock.
Performance und Datenschutz
Die Funktion „Vorgeschlagene Apps“ sammelt Daten über euer Nutzungsverhalten, um bessere Vorhersagen treffen zu können. Diese Daten bleiben lokal auf eurem Gerät und werden nicht an Apple übertragen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, die Funktion zu deaktivieren, wenn ihr Wert auf maximale Privatsphäre legt oder einfach die Kontrolle über euer Dock-Layout behalten möchtet.
Die automatischen Vorschläge können auch die Akkuleistung minimal beeinflussen, da das System kontinuierlich eure App-Nutzung analysiert. Bei modernen iPhones und iPads ist dieser Einfluss jedoch vernachlässigbar.
Alternative: Spotlight-Suche nutzen
Falls ihr die vorgeschlagenen Apps deaktiviert, aber trotzdem schnell auf häufig verwendete Apps zugreifen möchtet, ist die Spotlight-Suche eine gute Alternative. Streicht einfach von der Mitte des Home-Bildschirms nach unten und gebt die ersten Buchstaben der gewünschten App ein. Spotlight lernt ebenfalls eure Gewohnheiten und zeigt relevante Apps prominent an.
Fazit
Das Dock ist eines der praktischsten Features von iOS und iPadOS. Ob ihr die automatischen App-Vorschläge nutzt oder lieber die volle Kontrolle über euer Dock-Layout behaltet, bleibt euch überlassen. Die Einstellung lässt sich jederzeit ändern, sodass ihr einfach ausprobieren könnt, was für euch am besten funktioniert.
Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026

