In diesem Punkt sind sich alle einig: MP3 hat die Musikwelt ganz klar revolutioniert. Dank MP3 lässt sich Musik heute bequem auf dem PC verwalten. Oder im Internet einkaufen – und runter laden.

MP3 macht es möglich, dass Hunderte von Musikstücken auf einen Kaugummi großen Speicher-Chip passen.

MP3 ist die technische Abkürzung für „ISO MPEG Audio Layer 3“. Die Abkürzung lässt sich wirklich leichter merken.

Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Technologie, oder besser: eine Methode, digitale Musik Platz sparender zu speichern.

So passen auf eine CD statt 15 Titel gleich 180 Titel, wenn die im MP3-Format gespeichert ist. Überträgt man zum Beispiel diesen Song von CD ins MP3-Format, werden geschickt unhörbare akustische Informationen aus der Musik herausgefiltert. Für den Laien klingt das Ergebnis fast identisch

Erhöht man die Datenkompression jedoch, werden die Daten noch dichter gepackt. Und irgendwann hört auch der Laie, dass die Tonqualität leidet. In dieser Qualität passt dann zwar noch mehr Musik auf eine CD oder in den MP3-Player – aber dafür ist die Qualität dann eben wirklich eher bescheiden.

MP3 wird weiter entwickelt. So tüfteln die Forscher zum Beispiel an einem MP3-Surround-Sound. Raumklang in MP3. Auch andere nette Ideen gibt es. Zum Beispiel, Musik mit so genannten Meta-Informationen auszustatten. Dann reicht es, ein Lied zu summen – und der Computer sucht das passende Musikstück auf der Festplatte heraus. In Sekundenbruchteilen. Längst machbar, aber noch verbesserungsfähig.

Auch MP3 hat jedoch mittlerweile Konkurrenz bekommen. Computer-Insider bevorzugen ein Musikformat, das sich Ogg Vorbis nennt. Die Tonqualität ist bei gleicher Datenmenge deutlich besser. Außerdem ist OggVorbis lizenzfrei. Und manche sagen: In ein paar Jahren ist MP3 schon wieder Geschichte.

Beitrag über MP3 als WDR2-Hörfunkbeitrag