Qualität hat ihren Preis, sagt man. Im Internet stimmt das nicht immer. Denn viele gute Programme sind kostenlos erhältlich, als „Open Source“.

Als Open-Source wird alles bezeichnet, was nicht nur als Endprodukt verfügbar ist, sondern wo auch der Quelltext, also die Rohdaten, weitergegeben und verändert werden dürfen. Dahinter steckt die Idee, dass man mit Software nicht unbedingt Geld verdienen muss. Im engeren Sinn meint man mit Open-Source Programme, die unter einer quelloffenen Lizenz stehen.

Das können sogar ganze Betriebssysteme sein, wie etwa viele Linux-Varianten, zum Beispiel Ubuntu. Aber auch Programme wie VLC media player oder die Photoshop-Alternative GIMP sind Open-Source. Auch Straßenkarten können Open-Source sein: Das zeigt das Projekt OpenStreetMap. Die Alternative zu Google Maps besticht oft durch ihren Detail-Reichtum – und durch die Anzahl der Personen, die Zeit und Mühe investieren, um die Karten aktuell zu halten.

Hinter Open-Source stecken Freiwillige aus aller Welt, die über das Internet am jeweiligen Projekt zusammenarbeiten. Das sind sowohl Programmierer als auch Leute, die sich etwa um Kundendienst oder die Erstellung von Hilfeseiten kümmern.

Das erste Open-Source-Projekt überhaupt war 1998 Netscape Navigator. Dessen Quelltext lebt bis heute weiter – im quelloffenen Firefox-Browser. Heute beläuft sich schon die Anzahl der Projekte beim größten Hosting-Anbieter GitHub auf fast 12 Millionen.

Mehr zum Thema Open-Source finden Sie auf der Webseite der Open Source Initiative.

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