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Der Vero-Hype: Was steckt hinter der Social App?

Derzeit macht eine neue Social Media App von sich reden, die sich „Vero“ nennt – Wahrheit. Optisch sieht die App ein bisschen aus wie Instagram, allerdings werden hier nicht nur Fotos und Videos getauscht. Die Bedienung ist charmant – und es gibt keine Werbung. Kein Wunder, dass gerade so viele sich für Vero interessieren und sich neugierig die App anschauen.

„Soziale Netzwerke“ sind so erfolgreich, weil sie tiefe Bedürfnisse der Menschen befriedigen. Das Bedürfnis nach Kontakt, nach Anerkennung, nach Austausch.

Die Grundidee von Facebook, Instagram und Co. ist deshalb gar nicht mal verkehrt – sie wurde und wird allerdings von den Betreibern pervertiert. Weil sich damit so leicht Geld verdienen lässt.

Stellen wir uns also ein soziales Netzwerk vor, das Kontakt, Anerkennung und Austausch anbietet, ohne Krebsgeschwüre wie Werbung, Tracking und Datenmissbrauch – klingt nicht schlecht.

Ohne Werbegetöse und Tracking-Horror

Genau das will das neue soziale Netzwerk Vero sein. Vero bedeutet „Wahrheit“ – so ziemlich das Gegenteil von Fake-News auf Facebook oder hochgeföhntem Leben auf Instagram. Die Macher von Vero versprechen ein Netzwerk, das komplett auf Werbung verzichtet – und deshalb auch keine Algorithmen braucht, um aus den Usern jedes Tröpfchen Datensaft zu pressen. Anonymität ist cool. Niemand muss sich Sorgen machen, von Vero auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden.

Ich erwähne das als erstes, weil es in meinen Augen besonders wichtig ist. Die erste Million User bekommen Vero kostenlos – dauerhaft, so steht es im Manifest. Später wird Vero eine Gebühr kosten. Das ist aber allemal besser, als auf Facebook, Twitter oder Instagram seine Seele zu verkaufen. Viele Künstler sind schon da. Sie zeigen Bilder, Kunstwerke, Orte – und sich. Schwerpunkt sind Fotos und Videos, so ähnlich wie bei Instagram. Die App bietet eine äußerst schicke und angenehm aufgeräumte Oberfläche.

Imagefilm der Vero-App: Das steckt als Konzept dahinter

Mehr Kultur: Filme, Musik, Bücher und Links teilen

Vero wirkt auf den ersten Blick tatsächlich wie eine Art Instagram. Doch schnell entdeckt man die Unterschiede. So können User nicht nur Fotos oder Videos teilen, die sich natürlich bearbeiten lassen, sondern auch Musik, Orte, Bücher, Filme oder Links. Kultur spielt also eine größere Rolle als bei den etablierten Netzwerken. Was heißt größere Rolle: Kultur spielt überhaupt mal eine Rolle. Allein das ist schon charmant.

Natürlich gibt es Werkzeuge, um Freunde und Follower in Kategorien zu unterteilen: Enge Freunde, Bekannte, Kollegen, Sportkameraden – hier hat jeder User freie Hand. Und kann so entscheiden, wer was sehen und lesen darf. Das kennt man ja und das ist bei Vero nicht anders. Wenn die Vero-Macher ihr Konzept strikt durchhalten und frei von kommerziellen Einflüssen halten, könnte sich Vero zu einer sehr interessanten Alternative entwickeln.

 




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