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Sündenfall Bitcoin: Warum die Kryptowährung dem Klima schadet

08.11.2018 | Von Jörg Schieb

Internet

Bitcoin kennt jeder – die meisten als Spekulationsobjekt. Die Grundidee des Bitcoin ist interessant. Nur wurden die Erwartungen nie erfüllt. Bitcoin wird nahezu ausschließlich für Spekulationen oder für illegale Geschäfte verwendet. Deshalb ist es erschreckend, wie viel Energie Bitcoin vefschlingt. Das hat sogar Auswirkungen auf unser Klima.

Wer vor einigen Jahren selbst Bitcoin geschürft und sie noch immer in Besitz hat, ist natürlich ein Fan der Kryptowährung. Dasselbe gilt für all jene, die auf steigende Kurse gesetzt hatten und ihre Bestände mit Gewinn verkaufen konnten. Doch wer dazu gehört, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, einen ganz erheblichen Teil zur Erderwärmung beizutragen (mehr als ohne Bitcoin schon). Denn immer mehr ernstzunehmende Forscher warnen lautstark vor den Folgen der völlig überflüssigen Schwachsinnswährung.

QuinceMedia / Pixabay

 

Schürfen von Bitcoins kostet zu viel Energie

Kaum zu glauben, aber wahr: Einer jüngst in der Zeitschrift „Nature Sustainability“ veröffentlichte Studie zufolge hat das Schürfen von Bitcoins (Mining) allein bis Mitte dieses Jahres rund 30 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht. Bis Ende des Jahres werden es wohl 60 Milliarden Kilowattstunden sein. Der durch Bitcoin jährlich verursachte Stromverbrauch ist damit doppelt so hoch wie der von Dänemark (31,4 Milliarden Kilowattstunden in 2015). Zwei Mal Dänemarks Energiehunger – wofür genau?

Grund dafür ist die extrem rechenintensive Schürfarbeit. Um neue Bitcoins zu schürfen, müssen Serverfarmen Hochleistungsarbeit verrichten. Und das kostet – vor allem jede Menge Strom. Der Stromverbrauch wächst deutlich schneller als erwartet und sorgt in manchen Regionen – etwa in China – bereits zu einem generellen Versorgungsproblem.

Forscher warnen nun: Entwickelt sich der durch Bitcoin verursachte Energieverbrauch so weiter wie bisher, wird in Zukunft genug CO2 frei, um die globale Erwärmung innerhalb von weniger als drei Jahrzehnten auf mehr als zwei Grad zu bringen. Alles andere als eine Lappalie. Ein Desaster!

Bitcoin dienen nahezu ausschließlich zur Spekulation

Bitcoin gehört abgeschafft

Wollen wir das? Nein!

Klar: Nahezu alles verbraucht Energie. Aber Bitcoin sind so überflüssig wie eine Sonnenbrille in der Sauna. Bitcoin dienen derzeit nur zur Befriedigung von Gier. Die Kryptowährung ist völlig sinnlos und in keiner Weise nachhaltig. Bitcoin schadet der Umwelt – und das erheblich, ohne jeden Nutzen. Angesichts des weltweiten Umweltschadens, der durch Bitcoin nachweislich verursacht wird, ist die sofortige Einstellung dieser Kryptowährung die einzig logische Konsequenz.

Wer macht mit? Ich schlage den Hashtag #StopptBitCoinJetzt vor.

 




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