Smarthome-Chaos beenden: Homey Pro als zentrale Steuerzentrale

von | 20.02.2019 | Tipps

Immer mehr Geräte bewegen sich im Internet of Things (IoT), und viele davon gehören zur Smarthome-Kategorie: Wetterstationen, Rauchmelder, Türkontakte, Lichtschalter und vieles mehr sind schon lange fernsteuerbar. Allerdings meist nicht mit einer einzigen App, sondern nur durch die jeweilige Hersteller-App. Durch den Einsatz von Soft- und sogar Hardware könnt ihr aber Ordnung ins Chaos bringen.

geralt / Pixabay

 

Die Zersplitterung eurer Smarthome-Landschaft ist ein nerviges Problem: Philips Hue für die Beleuchtung, Netatmo für Wetter und Sicherheit, verschiedene Apps für Heizung, Türschlösser und Kameras. Das Resultat: Ein Smartphone voller Apps und ständiges Umschalten zwischen verschiedenen Oberflächen.

Für lokale Steuerung zuhause gibt es mittlerweile einige brauchbare Lösungen. Die iHaus-App ist zwar noch verfügbar, hat aber deutlich an Relevanz verloren. Apples HomeKit ist dagegen zur ernsthaften Alternative gewachsen – besonders seit der Einführung von Matter (ehemals Project CHIP) Ende 2022. Dieser offene Standard revolutioniert gerade die Smarthome-Welt, weil Geräte verschiedener Hersteller endlich nahtlos zusammenarbeiten.

Doch lokale Lösungen haben ihre Grenzen: Z-Wave- und Zigbee-Geräte, die ein eigenes Mesh-Netzwerk aufbauen, sind von unterwegs nicht erreichbar. Euer Smartphone muss in Reichweite sein – was von der Arbeit oder dem Urlaub schlecht funktioniert.

Hier kommt Athoms Homey Pro ins Spiel – mittlerweile in der dritten Generation verfügbar. Mit rund 399 Euro für die aktuelle Homey Pro (Early 2023) ist es kein Schnäppchen, aber die kleine schwarze Kugel packt beeindruckend viel rein: WLAN 6, Bluetooth 5.0, Z-Wave 700, Zigbee 3.0, Thread, Matter, 433MHz, 868MHz und sogar Infrarot. Praktisch jedes Smarthome-Protokoll wird unterstützt.

Die wahre Stärke liegt aber in der Software: Homey fungiert als lokaler Hub, der alle eure Geräte unter einem Dach vereint. Die Anbindung erfolgt über Apps, die größtenteils von einer sehr aktiven Community entwickelt werden. Über 1.000 verschiedene Apps stehen mittlerweile zur Verfügung – von großen Herstellern wie Philips und IKEA bis hin zu Nischenprodukten.

Besonders clever: Homeys Flow-System. Damit erstellt ihr komplexe Automatisierungen mit einfacher Wenn-Dann-Logik. „Wenn die Haustür aufgeht UND es nach 20 Uhr ist, DANN schalte das Flur-Licht ein und aktiviere die Alarmanlage in 30 Sekunden.“ Solche Szenarien lassen sich per Drag & Drop zusammenklicken.

Die Konfiguration läuft über die Web-App oder die mobile Apps für iOS und Android. Alle Daten werden wahlweise lokal auf dem Homey oder verschlüsselt in Athoms Cloud gespeichert – ihr habt die Wahl. Der Remote-Zugriff funktioniert zuverlässig und ermöglicht die Steuerung von überall.

Alternativen gibt es mittlerweile einige: Home Assistant hat sich zur Lieblingslösung von Tech-Nerds entwickelt. Kostenlos, unendlich erweiterbar, aber auch deutlich komplexer in der Einrichtung. Samsung SmartThings und Hubitat sind weitere Optionen mit unterschiedlichen Stärken.

Für die meisten Nutzer bleibt Homey aber die beste Balance aus Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit. Die Community ist hilfsbereit, Updates kommen regelmäßig und die Hardware hält problemlos Schritt mit neuen Standards wie Matter und Thread.

Ein Tipp: Startet klein und erweitert nach und nach. Die ersten paar Geräte zu verbinden dauert nur Minuten, komplexe Automatisierungen entwickelt ihr dann mit der Zeit. So wird aus dem Smarthome-Chaos endlich ein durchdachtes System.

Zuletzt aktualisiert am 05.03.2026