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#FacebookDown: Die Abhängigkeit von Onlinediensten

14.03.2019 | Von Jörg Schieb

Social Networks

Immer dann, wenn einer der großen Onlinedienste mal für ein paar Minuten oder gar Stunden ausfällt, gibt es große Aufregung in der Netzgemeinde. Was zeigt, wie abhängig viele mittlerweile von diesen Netzwerken sind. Was die Frage aufwirft: Was können wir dagegen unternehmen?

Bei Facebook, Instagram und teilweise auch WhatsApp gab es (mal wieder) Störungen. Viele User konnten sich stundenlang nicht erfolgreich einloggen oder es gab Einschränkungen bei der Nutzung. Vor allem in den USA und in Deutschland wurden Probleme gemeldet.

Das bezeugen zahlreiche panische Tweets auf Twitter und Co. unter dem Alarm-Hashtag #FacebookDown. Aber auch Störungsmeldungen, die man beim nützlichen Dienst allestörungen.de einsehen kann. Bei Facebook und Instagram haben sich die Probleme gehäuft – mittlerweile geht es wieder.

Hackangriff eher unwahrscheinlich

Ungewöhnlich genug: Facebook hat sich auf Twitter gemeldet und das Problem bestätigt. Ein Hackangriff wird es wohl eher nicht gewesen sein. Denn um die Infrastruktur von Facebook durch eine DDoS-Attacke in die Knie zu zwingen, bräuchte es eine ungeheuerliche Kapazität an Servern und gekaperten PCs/Endgeräten, die eine solche Attacke starten … Nein, das war es wohl kaum. Eher eine technische Panne beim Einspielen von Updates in das globale Firmennetzwerk. Ist zumindest meine Vermutung.

Bedenklich ist der Grad an Unruhe, den eine technische Störung in einem Sozialen Netzwerk (oder von mir aus auch in zwei) hervorrufen kann. Fast so wie bei einem Stromausfall, wenn die Bahn streikt oder Blitzeis die Straßen im Land lahmlegt. Das macht deutlich, welchen Stellenwert Facebook und Co. mittlerweile im Leben vieler Menschen haben. Und macht es um so dringlicher, die Dienste kritischer zu begleiten und streng zu reglementieren. Streng! Nicht ab und zu ein bisschen – wie es bislang die Taktik der Politik ist.

Nicht (mehr) über Facebook und Co. woanders einloggen

Es ist eine Sache, von Netzwerken wie Facebook oder Instagram gefühlt abhängig zu sein. Dass praktisch eine Welt zusammenbricht, wenn man mal für ein paar Stunden keine Fotos vom Essen posten oder Videos von Freunden anklicken kann. Es geht um die tatsächliche Abhängigkeit. Viel Menschen verwenden Facebook-, Instagram-, Google- oder Twitter-Accounts, um sich in anderen Apps oder Onlinediensten anzumelden. Quasi als eine Art Generalschlüssel.

Wenn diese Dienste aber flach liegen (oder nicht wollen), dann lassen sich auch diese anderen Dienste nicht nutzen. Zu deren finanziellem Schaden. Das gibt Facebook und Co. noch mehr Macht, als sie ohnehin schon haben. Und macht sie natürlich erst recht zu begehrten Zielen von möglichen Angriffen und Manipulationsversuchen. Wir sind daher gut beraten, darauf zu verzichten, uns mit Facebook, Twitter, Instagram und Co. woanders anzumelden. Es ist sozusagen ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit.

 




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