Auch wenn Apple den Schritt als „Courage“ (Mut) bezeichnet hat: Seit dem iPhone 7 lassen immer mehr Smartphones die Kopfhörer-Buchse vermissen. Und das ist ein Problem, wenn Sie gerade eine Menge Geld in die Anschaffung eines kabelgebundenen Kopfhörers investiert haben und diesen plötzlich nicht mehr nutzen können. Gottseidank gibt es Geräte, die einen solchen Kopfhörer Bluetooth-fähig machen. Wie zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Die einfacheren Vertreter der Zunft (wie der Fiio BTR1, ca. EUR 55.-) können nur die normalen Bluetooth-Standards wie SMB, AAC und AptX. Diese klingen schon recht gut und sind für Mittelklasse-Kopfhörer und komprimierte Audio-Formate durchaus ausreichend. Sie schaffen es allerdings nicht, Audiodateien im Master-Format (also mit 48Khz/24bit) so hochauflösend wiederzugeben.

Dafür ist der AptX HD-Standard der richtige, der wird unter anderem von Auris amplify (ca. EUR 80,-) mitgebracht. Der Unterschied: Die Datenmenge, die zwischen Wiedergabegerät und Kopfhörer übertragen werden muss, ist deutlich höher. Der ampify schafft dies ohne Probleme, auch bei größerem Abstand zum Player stockt die Wiedergabe nicht. Hier schwächeln die diversen günstigen Geräte, die aus Fernost kommen und im Internet für 20-30 Euro angeboten werden, sehr oft.

Unabhängig von der Klangqualität sollten Sie auch überlegen, welche Laufzeit Sie benötigen: Für einen Interkontinental-Flug sollten Sie mindestens 10-12 Stunden Akkukapazität haben. Günstigere Geräte liegen oft unter 6 Stunden. Dumm, wenn Sie während der Nutzung nicht nachladen können!

Vorsicht bei der Anwendung bei Videos

Wenn Sie den Kopfhörer nutzen, um Videos anzuschauen, dann müssen Sie auf einen weiteren Codec achten: AptX LL (für Low Latency, geringe Latenz) legt weniger Wert auf die Klangqualität und mehr darauf, Ton und Bild synchron zu halten. Billigexemplare haben oft einen Versatz von einer halben bis einer Sekunde zwischen Bild und Ton. Das nervt auf Dauer: Ihr Gehirn bekommt die Lippenbewegungen und den Ton nicht zugeordnet, das ist anstrengend und macht wenig Spaß. Sowohl der BTR1 als auch amplify bekommen das nahezu ohne spürbaren Versatz hin.