Wer bei Facebook, Twitter, YouTube, Instagram und Co. aktiv mitmacht, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass die Betreiber der Netzwerke eine Menge Daten sammeln. Einige Daten sind zweifellos erforderlich, um ein solches Netzwerk überhaupt sinnvoll betreiben zu können – aber die Anbieter gehen oft zu weit. Es gibt Mittel und Wege, sich zumindest etwas zu schützen.

Soziale Netzwerke sind bekanntlich eine Möglichkeit, mit Familienmitgliedern, Freunden oder Arbeitskollegen in Kontakt zu bleiben. Vor allem dann, wenn sie nicht in unserer unmittelbaren Nähe wohnen und wir sie nicht einfach mal schnell besuchen können.

Durch soziale Medien können wir unsere Erlebnisse und unseren Alltag trotz Entfernung miteinander teilen. Doch oft sind wir in sozialen Netzwerken nicht nur mit Personen befreundet, die wir gut kennen und denen wir vertrauen können, sondern fast jeder hat dort auch ein paar „Freunde“, die er nur flüchtig kenn oder möglicherweise sogar gar nicht.

Auf jeden Fall ist es gerade, wenn man in sozialen Netzwerken aktiv unterwegs ist wichtig, sich Gedanken über den Schutz seiner Daten und seiner Privatsphäre zu machen. Es gibt durchaus einige Optionen, die Privatsphäre zu schützen und dennoch Facebook, Twitter und Co. aktiv nutzen zu können. Was viele nicht wissen: Auch ein VPN kann – in Maßen! – vor Datendiebstahl schützen.

Warum so wichtig in Sozialen Netzwerken?

Der springende Punkt ist: Nutzer sozialer Medien müssen notgedrungen Einiges über sich preisgeben, um diese Dienste überhaupt sinnvoll verwenden zu können. Schließlich ist es eigentlich Sinn der Sache, dass wir hier Profile anlegen, in denen alle möglichen Informationen über uns stehen. Es ist also nur natürlich, dass hier Nutzerdaten erfasst, verarbeitet und gespeichert werden.

So können andere Nutzer, die es auf Eure Daten abgesehen haben, an diese rankommen und schlimmstenfalls Datenmissbrauch damit betreiben. Aus diesem Grund ist es gerade im Bereich der sozialen Medien so wichtig, sich und seine Daten zu schützen.

 

Denkt genau darüber nach, welche Informationen ihr preisgeben wollt

 Es gilt immer, dass ihr möglichst sparsam mit persönlichen Informationen umgehen solltet und euch vorher fragt, ob eine bestimmte Information wirklich für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Es ist zum Beispiel nicht immer klug, alle darüber zu informieren, dass man gerade für zwei Wochen im Urlaub ist und in der Zeit die eigene Wohnung oder das Haus komplett leer steht.

Eine Information, die nicht nur eure Freunde interessieren dürfte, sondern eventuell auch Einbrecher, die nur auf solche „Einladungen“ warten. Ihr könnt bestimmte Daten auch nur für Freunde zugänglich machen oder für bestimmte Personengruppen sperren. Im Zweifelsfall solltet ihr das Posten bestimmter Dinge aber lieber ganz sein lassen.

 

Keine unbekannten Kontakte in die Freundesliste aufnehmen

Dies dürfte eigentlich klar sein und doch sind so häufig Kontakte in Freundeslisten zu finden, die man vielleicht erst einmal im Legen gesehen hat, wenn überhaupt. Aber leider ist Euch nicht jeder wohlgesonnen, der Euch eine Freundschaftsanfrage schickt. Es kommt häufig vor, dass Fremde, die mit Euch befreundet sein wollen, es eigentlich nur auf Eure Daten abgesehen haben. Deshalb nehmt nur Kontakte, die ihr auch wirklich kennt, in Eure Freundschaftsliste auf.

Verwendet ein VPN

Ein sehr wichtiger Tipp: Nutzt ein VPN. Denn durch die Nutzung eines VPN-Servers bewegt ihr Euch weitgehend sicher und anonym in Netz.

Eure Daten werden verschlüsselt übermittelt und dadurch, dass nicht eure eigene IP-Adresse angezeigt wird, sondern die des VPN-Servers, seid ihr quasi anonym unterwegs.

Ein VPN macht nicht nur die Nutzung sozialer Medien, sondern eure ganze Internetnutzung ein ganzes Stück sicherer. Es gibt kostenlose VPN-Anbieter und kostenpflichtige. Aber warum Geld für etwas ausgeben, das Ihr auch umsonst haben könnt? Der springende Punkt ist, dass niemand einen solchen Dienst komplett kostenlos zur Verfügung stellt.

Schließlich müssen die Anbieter auch mit irgendetwas Geld verdienen. Nutzt ihr also einen kostenlosen VPN-Anbieter, müsst Ihr oft (nicht immer) mit Werbung rechnen oder sogar damit, dass der Anbieter selbst Eure Daten aufzeichnet und an Drittanbieter verkauft.

Es lohnt sich also definitiv, etwas Geld zu investieren und zur sicheren, kostenpflichtigen Variante zu greifen.

 

Achtet auch auf die Rechte anderer

Nicht nur Euch selbst ist eure Privatsphäre wichtig, sondern auch den meisten anderen. Deshalb solltet ihr nie ein Foto oder ähnliches posten, auf dem eine andere Person zu sehen ist, ohne diese um Erlaubnis zu fragen. Erwähnt ihr andere in einem Kommentar, solltet ihr darauf achten, dies respektvoll zu tun und niemanden öffentlich bloßzustellen.

Auch auf die Urheber- und Nutzungsrechte ist zu achten. Bevor ihr beispielsweise Bilder veröffentlicht, müsst ihr sicherstellen, dass ihr auch dazu berechtigt seid und gegebenenfalls Angaben zu Urheber und Lizenz hinzufügen.

Abschließend bleibt zu erwähnen, dass man sich bei der Nutzung sozialer Medien damit abfinden muss, dass man Informationen über sich anderen zur Verfügung stellt. Wer das gar nicht möchte, sollte sich bei diesen Diensten besser gar nicht erst anmelden. Mit den oben genannten Tipps kann man seine Daten jedoch so gut wie möglich vor Missbrauch schützen.