Ein wichtiger Faktor zur Bewertung eures Netzwerks sind die Geschwindigkeiten, mit denen Daten übertragen werden können. Bei Fehlern oder nicht optimaler Konfiguration des Routers oder Störungen der Internetverbindung könnt ihr beispielsweise nichts durch Optimierung eures internen Netzwerks erreichen. Der erste Schritt sollte also die Analyse eurer Internetverbindung sein.
Jeder Router hat eine Übersichtsseite, auf der er die aktuelle Verbindungsgeschwindigkeit der Internetverbindung anzeigt. So auch die AVM Fritz!Box. Meldet euch mit einem beliebigen Endgerät, das einen Internet-Browser hat, an der Konfigurationsoberfläche des Routers an. Das geht standardmäßig über die Adresse http://fritz.box oder 192.168.178.1.
Genauer bekommt ihr die aktuellen Verbindungsgeschwindigkeiten, indem ihr in dem Internet-Teil der Routerkonfiguration auf Online-Monitor oder bei älteren Modellen auf DSL klickt. Die Darstellung und die Namen der Optionen unterscheiden sich im Detail zwischen den Routermodellen und -herstellern, die Funktionalität aber nicht.

Euer Router zeigt euch hier nun die aktuelle Verbindungsgeschwindigkeit an, die in Empfangsrichtung (Downstream) und Senderichtung (Upstream) unterteilt ist. Euer Vertrag enthält immer die Geschwindigkeit des Downstreams. Die ist deutlich höher als der Upstream, was aber für die normalen Anwendungen vollkommen egal ist: In den meisten Fällen ladet ihr Daten herunter beziehungsweise surft im Internet (wobei ebenfalls mehr Daten herunter- als herausgeladen werden).
Bei modernen Glasfaser- und Kabelanschlüssen sind mittlerweile Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s bis hin zu mehreren Gigabit pro Sekunde möglich. Die Fritz!Box zeigt diese Werte in Realzeit an und aktualisiert sie automatisch, wenn sich die Verbindungsqualität ändert.
Viele Router bieten zusätzlich noch eine Statistikfunktion an, die die Verbindungsqualität über die Zeit statistisch darstellt. Maximum- und Minimum-Wert sollten idealerweise sehr nah beieinander liegen. Bei der Fritz!Box findet ihr diese unter „Internet“ > „Online-Monitor“ > „Verlauf“.
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Messung aber nur um einen theoretischen Wert. Euer Router und die Verbindungsstelle eures Netzbetreibers haben eine Verbindungsgeschwindigkeit ausgehandelt. In der Praxis kann die Datenübertragung deutlich langsamer sein. Beispielsweise, weil alle eure Nachbarn gleichzeitig Netflix in 4K-Qualität anschauen oder umfangreiche Game-Downloads laufen und nicht genug Bandbreite für alle vorhanden ist.
Für eine realistischere Messung solltet ihr zusätzlich einen Speedtest durchführen. Die Fritz!Box bietet seit Fritz!OS 7.50 einen integrierten Speedtest unter „Internet“ > „Online-Monitor“ > „Speedtest“. Alternativ könnt ihr externe Dienste wie speedtest.net oder den Test der Bundesnetzagentur nutzen.
Wichtig ist dabei: Führt den Test über ein kabelgebundenes Gerät durch, nicht über WLAN. Die WLAN-Geschwindigkeit kann durch viele Faktoren beeinflusst werden – von der Entfernung zum Router über Störungen durch andere Geräte bis hin zu baulichen Gegebenheiten.
Wenn die gemessenen Werte deutlich unter euren Vertragsgeschwindigkeiten liegen, gibt es mehrere mögliche Ursachen: Überlastung des Netzbetreiber-Netzwerks, veraltete Router-Firmware, defekte Kabel oder technische Probleme beim Provider. In solchen Fällen solltet ihr zunächst die Router-Software aktualisieren und dann den Kundensupport kontaktieren.
Die Fritz!Box protokolliert übrigens alle Verbindungsunterbrechungen und Geschwindigkeitseinbrüche. Diese Informationen findet ihr unter „System“ > „Ereignisse“ und können bei der Fehlersuche oder bei Beschwerden beim Provider hilfreich sein.
Ein Tipp für Power-User: Die Fritz!Box bietet auch eine Bandbreiten-Überwachung für einzelne Geräte an. Unter „Internet“ > „Online-Monitor“ > „Online-Anzeige“ seht ihr, welche Geräte gerade wie viel Bandbreite verbrauchen. Das hilft dabei, Bandbreiten-Fresser zu identifizieren und die Internetverbindung optimal zu nutzen.
Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026