Euer Postfach lernt mit der Zeit, und die Erkenntnisse, welche E-Mails ihr als SPAM ansehen, werden auf den Server übertragen. Damit werden E-Mails schon vorab in die entsprechenden Ordner geschoben. Auf dem Smartphone kommt also genau so viel oder so wenig an wie auf dem PC. Trotzdem bieten die meisten mobilen E-Mail-Apps die Möglichkeit, SPAM zu melden und die KI-Filter zu trainieren.
Dazu haltet ihr den Finger auf die entsprechende E-Mail, dann tippt ihr auf die drei Punkte (iOS wie auch Android) und wählt Junk-E-Mail melden oder Als Spam markieren (je nach App kann die Option leicht anders heißen). Moderne Apps nutzen dabei Machine Learning, um eure Präferenzen zu erlernen.
Besonders effektiv sind die integrierten KI-Filter von Gmail, Outlook und Apple Mail, die mittlerweile über 99% des Spams automatisch erkennen. Diese nutzen fortgeschrittene Algorithmen, die nicht nur den Inhalt analysieren, sondern auch das Verhalten der Absender, IP-Adressen und Versandmuster.
Auf dem Smartphone kommen dann noch die SPAM-Anrufe hinzu: Euer Handy klingelt immer zum ungünstigsten Zeitpunkt. Gerade bei einer unbekannten Nummer seid ihr eher bereit, trotzdem dran zu gehen – es könnte ja etwas Wichtiges sein. Und dann ist es der fünfte Versuch, euch telefonisch etwas zu verkaufen, das ihr gar nicht wollt. Leider sind die Anrufer oft so unverschämt und rufen immer und immer wieder an.
Android und iOS bieten beide umfassende Möglichkeiten, Rufnummern zu sperren. Seit Android 14 und iOS 17 sind diese Funktionen deutlich ausgereifter geworden. Android nutzt dabei Google’s „Verified Calls“ Technologie, während iOS auf eine Kombination aus On-Device-Erkennung und Carrier-Datenbanken setzt.
Die Sperre einer Rufnummer ist immer eine Sache des Smartphones. Sie kann nur dort aktiviert werden und gilt natürlich nur für das jeweilige Telefon, auf dem sie eingerichtet wurde. Allerdings synchronisieren sowohl Google als auch Apple blockierte Nummern mittlerweile zwischen euren Geräten, wenn ihr mit demselben Account angemeldet seid.
Ruft auf eurem Smartphone die Anrufliste auf und lasst euch die eingehenden Anrufe anzeigen. Klickt dann neben das i neben der Rufnummer. Sowohl iOS als auch Android zeigen euch jetzt den letzten Anruf der Rufnummer, die Länge des Anrufes und vieles mehr.
Um die Rufnummer nun zu blockieren, klickt ihr bei einem Android-Gerät auf das Symbol unten rechts (das durchgestrichene Schild), bei iOS tippt ihr auf Anrufer blockieren.
Bestätigt die Blockierung, wenn euer Smartphone euch fragt, ob ihr das wirklich wollt.
Neu in 2026: Beide Betriebssysteme bieten jetzt auch präventive Spam-Erkennung. Android’s „Call Screen“ Feature kann verdächtige Anrufe automatisch abfangen und den Anrufer nach dem Grund des Anrufs fragen. iOS hat mit „Silence Unknown Callers Plus“ eine ähnliche Funktion eingeführt, die unbekannte Nummern stumm schaltet und gleichzeitig eine KI-basierte Bewertung der Anrufwahrscheinlichkeit anzeigt.
Zusätzlich könnt ihr Apps wie TrueCaller, Should I Answer oder Clever Dialer nutzen. Diese Apps haben riesige Datenbanken mit bekannten Spam-Nummern und warnen euch vor unerwünschten Anrufen. TrueCaller hat 2025 seine KI-Funktionen stark ausgebaut und erkennt jetzt auch neue Spam-Patterns in Echtzeit.
Für E-Mail-Spam gibt es weitere Tricks: Verwendet separate E-Mail-Adressen für Online-Shopping, Newsletter und wichtige Dienste. Dienste wie Apple’s „Hide My Email“ oder Firefox Relay erstellen temporäre E-Mail-Adressen, die ihr jederzeit deaktivieren könnt.
Solltet ihr versehentlich eine Nummer blockiert haben, dann könnt ihr dies natürlich richtigstellen. Geht über denselben Weg in die Anrufliste, ruft die Nummer auf und wählt dann Entsperren bzw. Blockierung aufheben.
Bei hartnäckigen Spam-Anrufern hilft auch die Meldung bei der Bundesnetzagentur. Die hat 2025 ihre Meldeformulare digitalisiert und kann bei wiederholten Beschwerden schneller gegen unseriöse Callcenter vorgehen.
Ein letzter Tipp: Nehmt niemals Spam-Anrufe an und legt sofort wieder auf. Jede Reaktion signalisiert den Anrufern, dass eure Nummer aktiv ist – und landet auf noch mehr Spam-Listen.
Zuletzt aktualisiert am 25.02.2026