Internet aus dem All: Starlink

Starlink: Gefährdet Internet aus dem All die Erde?

Nicht überall ist schnelles DSL oder wenigstens 5G verfügbar: Wer schnelles Internet will, muss sich da nach Alternativen umsehen. Mit Starlink von SpaceX gibt es jetzt eine attraktive Alternative: Eine Satellitenschüssel reicht – und schon gibt es in vielen Bereichen der Erde vergleichsweise schnelles Internet. Doch es sind damit offenbar einige Risiken verbunden.

Man hört und liest viel von Elon Musks Plänen, mit seinem Unternehmen SpaceX das All zu erobern. Ein Projekt, das sich ganz konkret daraus ableitet, ist Starlink. Ein Unternehmen, das Zugang zum Internet anbietet – über eigene Satelliten.

Die Idee ist zweifellos reizvoll: Überall dort, wo es weder DSL, noch Mobilfunk mit ausreichend Bandbreite gibt (geschweige Glasfaser), kann Starlink Zugang zum Netz bieten.

Starlink bietet Internet über das All

Ein freier Himmel reicht – schon online

Der Vorteil von Internet per Satellit – was technisch absolut nichts Neues ist -, liegt in der extremen Flexibilität. Ein freier Blick zum Himmel reicht – schon können Kunden online gehen. Sie stellen dazu eine vergleichsweise kleine Satellitenschüssel auf – etwa auf dem Balkon, auf dem Dach oder im Garten -, die sich selbständig optimal ausrichtet. Schon nach wenigen Minuten steht die Verbindung – und es können Daten fließen.

Allerdings ist Surfen per Satellit kein günstiges Vergnügen. Die Satellitenschüssel kostet 500 Euro – und der Onlinedienst 99 Euro im Monat. Dafür gibt es ein Datentempo, das durchaus bei 300 MBit/Sekunde im Downstream und bis zu 30 MBit/Sekunde im Upstream liegen kann. Das zumindest haben Fachredakteure bei Teltarif jüngst gemessen. Ein Tempo, das so mancher DSL-Anbieter nicht hinbekommt. Schon gar nicht auf dem flachen Land.

Attraktive Alternative für Menschen ohne DSL und 5G

Auf dem Mobile World Congress (MWC), der aktuell fast unbeachtet in Barcelona stattfindet, hat Elon Musk sich beklagt: Fünf bis zehn Milliarden Dollar Investitionen seien nötig, um Starlink ans Laufen zu bringen. Langfristig erhofft sich Musk aber einen ständigen Einnahmestrom, der für seine weiteren ambitionierten Pläne nötig ist (etwa, den Mars zu erobern).

Für Menschen, die weder eine schnelle DSL-Leitung bekommen, noch in einem 5G-Ausbaugebiet wohnen, können Lösungen wie Starlink durchaus interessant sein. Doch es gibt auch lautstarke Kritik an den Ausbauplänen. Elon Musk will bis 2027 an die 12.000 Satelliten um die Erde schicken, um sein Starlink-Netzwerk aufzubauen. Zum Vergleich: Aktuell kreisen 5.000 Satelliten um die Erde.

Elon Musk: Chef von Starlink

Forscher warnen: Enges Satelliten-Netzwerk bedroht die Erde

Das engmaschige Satellitennetz stört schon jetzt Astronomen. Auch macht es die Raumfahrt nicht einfacher. Vor allem aber drohen auch Konsequenzen für die Erdatmosphäre: Forscher warnen gerade davor, dass auf die Erde niedergehender Elektroschrott, der vor allem aus Aluminium besteht, die Erdatmosphäre gefährde. Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Alarmsignal höchster Priorität.

Wir müssen uns also nicht nur vermehrt Gedanken darüber machen, wie wir mit Altlasten auf der Erde umgehen, sondern auch mit Elektroschrott in unserer Umlaufbahn. Und das möglichst sofort, denn Elon Musk lässt sich durch solche Bedenken nun ganz sicher nicht aufhalten.

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Da Starlink sehr viele Satelliten ins All schickt, stört das die Astronomie

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