iOS-Updates gehören für Apple-Nutzer zum digitalen Alltag dazu. Doch auch 2026 ist es sinnvoll, nicht blind auf „Installieren“ zu tippen, sondern ein paar wichtige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Besonders bei größeren Systemupdates wie dem Wechsel zwischen iOS-Generationen solltet ihr euch ein paar Minuten Zeit für die Vorbereitung nehmen.
Backup ist Pflicht, nicht Kür
Der wichtigste Rat zuerst: Erstellt unbedingt ein aktuelles Backup eures iPhones oder iPads, bevor ihr das Update startet. Apple hat die Backup-Prozesse über die Jahre deutlich verbessert, trotzdem kann immer mal etwas schiefgehen. Ihr habt zwei Optionen:
Ein iCloud-Backup erstellt ihr unter Einstellungen > [Euer Name] > iCloud > iCloud-Backup. Praktisch: Das läuft automatisch, wenn euer Gerät mit WLAN verbunden und am Strom angeschlossen ist. Checkt aber vorher, ob euer iCloud-Speicher ausreicht.
Alternativ könnt ihr ein lokales Backup über den Finder (macOS Catalina und neuer) oder iTunes (Windows) erstellen. Das dauert länger, aber ihr habt die Daten direkt auf eurem Rechner und seid nicht von der Cloud abhängig.
Speicherplatz schaffen
iOS-Updates werden immer größer. Während früher 1-2 GB reichten, benötigen moderne Updates oft 4-6 GB freien Speicherplatz. Räumt daher vorher auf: Löscht nicht mehr benötigte Apps, durchforstet eure Foto-Mediathek nach Duplikaten oder unschönen Schnappschüssen, und checkt Downloads in verschiedenen Apps.
Ein Geheimtipp: Unter Einstellungen > Allgemein > iPhone-Speicher zeigt iOS automatisch Empfehlungen an, wo ihr Platz schaffen könnt. Die Funktion „App auslagern“ entfernt Apps, behält aber deren Daten – praktisch für selten genutzte Programme.
Die richtige Vorbereitung
Stellt sicher, dass euer Akku mindestens 50 Prozent geladen ist, besser noch mehr. iOS-Updates können eine Stunde oder länger dauern, und ein leerer Akku mitten im Prozess kann das Gerät beschädigen. Am besten hängt ihr das iPhone oder iPad gleich ans Ladekabel.
Prüft eure aktuelle iOS-Version unter Einstellungen > Allgemein > Info. Falls ihr mehrere Versionen übersprungen habt, kann es sinnvoll sein, zunächst auf eine Zwischenversion zu updaten, bevor ihr den großen Sprung macht.
WLAN statt Mobilfunk
Ladet iOS-Updates immer über WLAN herunter, nie über das Mobilfunknetz. Das schont nicht nur euer Datenvolumen, sondern ist auch stabiler und meist schneller. Bei schwachem WLAN brecht das Update lieber ab und wartet auf eine bessere Verbindung.
Server-Überlastung umgehen
Apple hat seine Server-Infrastruktur massiv ausgebaut, trotzdem kann es in den ersten Stunden nach Release eines großen Updates zu Verzögerungen kommen. Millionen Nutzer laden gleichzeitig, das bringt selbst Apples CDN-Partner an ihre Grenzen.
Wer nicht der Erste sein muss, wartet einfach ein paar Stunden oder sogar einen Tag. Das Update läuft dann deutlich flotter und ihr könnt von den Erfahrungen der Early Adopter profitieren, falls es Probleme gibt.
Was nach dem Update zu beachten ist
Nach einem größeren iOS-Update braucht euer Gerät oft ein bis zwei Tage, um sich zu „akklimatisieren“. Apps werden im Hintergrund neu indiziert, Machine Learning-Features lernen eure Gewohnheiten neu, und der Akku kann vorübergehend schwächeln. Das ist normal und legt sich meist von selbst.
Checkt nach dem Update eure wichtigsten Apps und Einstellungen. Manchmal resettet iOS bestimmte Datenschutz-Einstellungen oder fragt nach neuen Berechtigungen. Nehmt euch die Zeit, diese bewusst zu durchlaufen.
Kompatibilität prüfen
Besonders wichtig: Stellt sicher, dass eure wichtigsten Apps mit der neuen iOS-Version kompatibel sind. Business-Apps, Banking-Software oder spezialisierte Tools hinken manchmal hinterher. Ein kurzer Blick in den App Store oder auf die Entwickler-Website kann böse Überraschungen vermeiden.
Fazit: Vorbereitung zahlt sich aus
Ein iOS-Update ist heute deutlich unkomplizierter als früher, aber ein paar Minuten Vorbereitung können viel Ärger ersparen. Backup, Speicherplatz, Akku, WLAN – checkt diese vier Punkte ab, und das Update läuft in der Regel problemlos durch. Und denkt dran: Ihr müsst nicht am ersten Tag dabei sein. Manchmal ist es klüger, ein paar Tage zu warten und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
Zuletzt aktualisiert am 17.04.2026

