Smarthome ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Realität in Millionen von Haushalten: Intelligente Steuerung von Licht, Heizung, Sicherheitssystemen und die Überwachung von Raumklima-Werten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder CO2-Gehalt gehören 2026 zum Standard. Doch wer keine Lust auf ein App-Chaos mit dutzenden Herstelleranwendungen hat, braucht eine zentrale Schaltzentrale. Homey von Athom ist ein solcher Smarthome-Hub, der aktuell für EUR 399,- verschiedene Standards elegant miteinander verbindet.
Die kompakte Kugel fungiert als universelle Zentrale für Geräte unterschiedlichster Hersteller – von Philips Hue über IKEA TRÅDFRI bis hin zu professionellen Systemen wie KNX. Dabei unterstützt Homey alle wichtigen Funkstandards: ZigBee 3.0, Z-Wave Plus, Thread/Matter, WiFi, Bluetooth und sogar Infrarot für die Steuerung klassischer Geräte wie Fernseher oder Klimaanlagen.
Besonders stark ist die Integration von Matter-Geräten, dem neuen Industriestandard, der 2024 endlich Fahrt aufgenommen hat. Homey fungiert hier als Bridge zwischen verschiedenen Welten und macht auch ältere Geräte Matter-kompatibel – ein echter Mehrwert für alle, die bereits in Smarthome-Komponenten investiert haben.
Die wahre Stärke liegt in der Community: Über 1.000 Apps erweitern kontinuierlich die Kompatibilität. Neue Geräte werden oft schon wenige Wochen nach Markteinführung unterstützt – deutlich schneller als bei den großen Plattformen von Google, Amazon oder Apple. Diese Apps könnt ihr direkt über die Homey-Oberfläche installieren und konfigurieren.
KI-gestützte Automatisierung wird Standard
Mit dem Update auf Homey Pro (Early 2023) hat Athom KI-Features integriert, die das System richtig smart machen. Die „Homey AI“ lernt eure Gewohnheiten und schlägt automatisch sinnvolle Automatisierungen vor. Statt komplizierte Flows manuell zu programmieren, könnt ihr in natürlicher Sprache beschreiben, was passieren soll: „Wenn ich nach Hause komme, soll das Licht angehen und die Heizung hochdrehen.“
Die Sprachsteuerung funktioniert mittlerweile in über 10 Sprachen und versteht auch komplexere Befehle. Besonders praktisch: Homey arbeitet komplett lokal – eure Daten verlassen nicht das Haus, was für Privatsphäre sorgt und auch bei Internetausfällen funktioniert.
Mobile App mit Desktop-Qualität
Die Homey-App für Android und iOS wurde 2025 grundlegend überarbeitet und bietet jetzt Desktop-Qualität auf dem Smartphone. Die neue Benutzeroberfläche orientiert sich an modernen Design-Prinzipien und macht die Verwaltung hundert verschiedener Geräte übersichtlich.
Räume lassen sich jetzt mit Fotos personalisieren, Geräte per Drag & Drop organisieren und auch komplexe Automatisierungen direkt in der App erstellen. Das neue Dashboard zeigt auf einen Blick den Status aller wichtigen Systeme: Energieverbrauch, Sicherheitsstatus, Raumklima und aktive Automatisierungen.
Besonders gelungen ist die neue Timeline-Funktion, die alle Ereignisse chronologisch auflistet. So seht ihr sofort, wann welcher Sensor ausgelöst wurde oder welche Automatisierung aktiv war – perfekt für die Fehlersuche oder einfach aus Neugier.
Energiemanagement wird zum Verkaufsargument
Angesichts steigender Strompreise hat Athom das Energiemanagement massiv ausgebaut. Homey kann jetzt Smartmeter auslesen, Solaranlagen einbinden und sogar Wallboxen für E-Autos intelligent steuern. Die Waschmaschine startet automatisch, wenn die Sonne scheint, der Geschirrspüler läuft in der günstigen Nachtstromzeit.
Die Integration von Stromtarifen mit stündlichen Preisen (wie aWATTar oder Tibber) macht Homey zu einem echten Energiesparer. In Kombination mit einem Batteriespeicher könnt ihr so eure Stromrechnung spürbar reduzieren.
Fazit: Reif für den Mainstream
Homey hat sich vom Nischenproduk für Bastler zu einer ausgereiften Smarthome-Zentrale entwickelt. Der Preis von 399 Euro ist zwar nicht günstig, aber angesichts der Funktionsvielfalt und der Zukunftssicherheit durch Matter-Support gerechtfertigt. Wer sein Zuhause wirklich smart machen will – und nicht nur einzelne Insellösungen – kommt an einem Hub wie Homey kaum vorbei.
Zuletzt aktualisiert am 06.03.2026


