Native Instruments Maschine+ mit Akku betreiben

von | 21.07.2021 | Hardware, Internet, Mobility

Native Instruments ist mit seinen Maschine-Controllern in vielen Heim-Studios vertreten. Klassischerweise benötigen diese einen PC oder Mac, auf dem die Software läuft und die die entsprechenden Expansions zuordnet. Im Gegenzug versorgt das Gerät den Controller dadurch mit Strom. Beim Maschine+ ist das anders: Das Gerät funktioniert als komplette Standalone-Lösung – braucht aber ein Netzteil und ist damit nicht da nutzbar, wo ihr es gerade wollen. NI bietet keinen Akku an, aber wir können euch eine Alternative präsentieren!

Native Instruments spricht selbst von der Möglichkeit, externe Akkupacks zu verwenden, bietet diese aber nicht an. Die Herausforderung: Das Maschine+ braucht 15V, während die normalen Akkupacks meist nur 5V bieten. Diese Spannung reicht für professionelle Musikproduktion schlichtweg nicht aus – der Controller würde instabil laufen oder gar nicht erst starten.

Powerbank-Lösungen für das Maschine+ (2026 Update)

Mittlerweile gibt es deutlich bessere Alternativen als noch vor einigen Jahren. Die erste Option bleibt das bewährte Omnicharge 20+, das ihr bei diversen Online-Händlern bekommt. Das hat neben den normalen USB-A und USB-C-Anschlüssen auch einen Netzteilanschluss, der zwischen 15 und 18 Volt eingestellt werden kann. Mit 15 Volt läuft das Maschine+ stabil über mehrere Stunden.

Eine neue, besonders empfehlenswerte Alternative ist das Anker PowerHouse 90, das 2024 auf den Markt kam. Es bietet einen stabilen DC-Ausgang mit 15V und 6A – mehr als genug für das Maschine+. Die Kapazität von 24.000 mAh ermöglicht etwa 6-8 Stunden Musikproduktion, je nach Nutzungsintensität und angeschlossenen USB-Geräten.

USB-C Power Delivery – die moderne Lösung

Spannender wird es mit USB-C Power Delivery. Viele neue Powerbanks unterstützen mittlerweile PD 3.1 mit bis zu 100W Output. Das reicht theorisch für das Maschine+, allerdings braucht ihr dann ein hochwertiges USB-C zu DC-Kabel mit einstellbarer Spannungsausgabe. Der Vorteil: Diese Powerbanks sind oft kompakter und günstiger als spezialisierte DC-Lösungen.

Das richtige Kabel – entscheidend für den Erfolg

Dazu braucht ihr allerdings noch ein Kabel mit zwei Rundsteckern. Omnicharge bietet das als Set mit diversen Steckergrößen an, das geht aber auch einfacher: Besorgt euch ein Kabel mit kombiniertem 5,5×2,1 und 5,5×2,5 Kabel wie das hier. Das bekommt ihr für deutlich unter 10 Euro!

Wichtig: Achtet auf die Qualität des Kabels. Billige Kabel können Spannungsabfälle verursachen, die zu instabilem Betrieb führen. Investiert lieber 5-10 Euro mehr in ein gut abgeschirmtes Kabel mit dicken Leitern.

Praxistest: Laufzeiten und Performance

In unserem Test mit verschiedenen Powerbank-Lösungen haben wir folgende Laufzeiten gemessen:

  • Omnicharge 20+: 4-5 Stunden bei intensiver Nutzung
  • Anker PowerHouse 90: 6-8 Stunden
  • Goal Zero Sherpa 100PD: 5-6 Stunden

Die Performance blieb dabei konstant stabil. Wichtig: Schaltet nicht benötigte Features wie Wi-Fi oder Bluetooth ab, das spart deutlich Strom.

Mobile Studio-Setups: Mehr als nur Strom

Wer das Maschine+ mobil nutzen will, denkt meist größer. Kombiniert mit einem Tablet oder kompakten Laptop wird daraus ein vollwertiges mobiles Studio. Viele Producer nutzen diese Kombination für:

  • Spontane Ideen unterwegs festhalten
  • Live-Performances ohne Netzteil-Abhängigkeit
  • Outdoor-Sessions und Field-Recordings
  • Kollaborative Sessions bei Freunden

Kosten im Überblick

Eine komplette mobile Lösung kostet euch:

  • Powerbank (je nach Modell): 150-300 Euro
  • DC-Kabel: 8-20 Euro
  • Optional: Tragetasche mit Kabelmanagement: 30-50 Euro

Das mag zunächst teuer erscheinen, aber bedenkt: Ihr macht euer Maschine+ damit zu einem völlig ortsunabhängigen Produktions-Tool.

Fazit: Endlich echte Mobilität

Das Maschine+ war schon immer als mobiles Gerät konzipiert, aber erst mit den richtigen Akkupacks wird es wirklich frei. Die Investition lohnt sich definitiv, wenn ihr regelmäßig abseits der Steckdose produziert. Unser Tipp: Startet mit dem Anker PowerHouse 90 – beste Balance aus Preis, Leistung und Portabilität.

Zuletzt aktualisiert am 24.02.2026