OpenAI Krypto-Projekt Worldcoin: Ein Schritt in die Zukunft der Kryptowährungen

von | 25.07.2023 | Digital

Eine neue Kryptowährung, die aber mehr sein will: Das kontroverse Projekt soll helfen, Menschen im Internet eindeutig zu identifizieren und KI-Fälschungen zu verhindern. Voraussetzung ist ein persönlicher Iris-Scan.

Sam Altman, der CEO von OpenAI, einem der führenden Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), hat sein neues Projekt Worldcoin offiziell gestartet. Mit diesem Projekt will er die Herausforderung lösen, Menschen von Maschinen zu unterscheiden und KI-Fälschungen zu verhindern. Dies soll durch die Verbindung der KI-Welt mit der Welt der Kryptowährungen erreicht werden.

Worldcoin: Die Verbindung von KI und Kryptowährung

Worldcoin nutzt eine Identifikationstechnik namens World ID, die auf einem Iris-Scan basiert. Dieser Scan ist individueller und fälschungssicherer als ein Fingerabdruck. Die Daten aus dem Scan werden auf einer dezentralen Datenbank, der Blockchain, gespeichert. Die Blockchain, auf der das Projekt basiert, ist die Ethereum-Blockchain, deren zugehörige Währung Ether die zweitgrößte Kryptowährung nach Bitcoin ist.

Um eine World ID zu erhalten, müssen sich die Nutzer einem persönlichen Iris-Scan mit einem Gerät namens „Orb“ unterziehen. Nach Bestätigung der Echtheit der Person wird eine World ID erstellt. Diese ID soll eine sichere Unterscheidung zwischen KI-Bots und echten Menschen im Internet ermöglichen.

Von TechCrunch - TechCrunch Disrupt San Francisco 2019 - Day 2, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=92008259

Sam Altman

Worldcoin: Ein neuer Weg zur Verteilung des Grundeinkommens?

Worldcoin sieht sich langfristig auch als Plattform für die Verteilung eines bedingungslosen staatlichen Grundeinkommens. Dies ist eine Idee, die insbesondere von Vertretern der Technologiebranche, wie Elon Musk, dem CEO von Tesla, propagiert wird. Altman gibt jedoch zu, dass eine Welt mit einem universellen Grundeinkommen noch weit in der Zukunft liegt.

Trotz der Sicherheitsversprechen von Worldcoin gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Datenschützer warnen davor, biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Iris-Scans zu erfassen und bei nicht staatlichen Institutionen zu speichern.

Das Worldcoin-Projekt wird von der Gesellschaft Tools for Humanity mit Sitz in San Francisco und Berlin geleitet. Sie wird von dem aus Deutschland stammenden Gründer Alex Blania geleitet, der seit Jahren eng mit Altman zusammenarbeitet. Das Unternehmen hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde im Mai 115 Millionen Dollar eingesammelt.

close up view of human eye with data illustration, robotic concept

Datenschutzbedenken: Die Herausforderungen von Worldcoin

Altman gilt als einer der entscheidenden Treiber der KI-Revolution. Er studierte Informatik in Stanford, brach das Studium ab, um mit 19 Jahren ein Technologieunternehmen zu gründen, das er nach ein paar Jahren wieder verkaufte. Anschließend übernahm er als Chef des Start-up-Accelerators Y Combinator eine Schlüsselrolle im Silicon Valley.

Ende 2015 startete Altman gemeinsam mit dem Tesla-Gründer Musk und anderen Geldgebern OpenAI, zunächst als gemeinnütziges Projekt. Drei Jahre nach der Gründung kam es jedoch zum Richtungsstreit, Musk zog sich zurück. Altman gab seinen Job bei Y Combinator auf, um Chef von OpenAI zu werden. Neben einer gemeinnützigen Stiftung wurde eine profitorientierte Tochterfirma gegründet, die mittlerweile eine enge Partnerschaft mit dem Tech-Riesen Microsoft eingegangen ist.

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