Apple hat in den vergangenen Jahren den Weg vom reinen Computer-/Smartphone-Hersteller in viele weitere Produktbereiche ausgebreitet. Dazu gehören auch die Kopfhörer. Wie so oft sind bei den AirPods Pro und AirPods Max einige Softwareanpassungen mit an Bord, die direkt auf Wiedergabe-Geräte von Apple zielen. Wir zeigen euch die versteckten Optionen!
Die neueren AirPods-Modelle haben mit dem H1-Chip (bei den AirPods Pro 2 sogar dem H2-Chip) einen nahezu vollwertigen Computer mit an Bord, der eine Vielzahl von Aufgaben zu erledigen hat: Das Ausrichten des Klangs auf die Klangquelle, den 3D-Raumklang mit Dolby Atmos, die adaptive Geräuschunterdrückung und seit iOS 18 sogar Hörschutz-Funktionen. Ein wenig versteckt in den Einstellungen kann er aber auch zur Anpassung des Klangs auf eure Vorlieben und euer Hörvermögen verwendet werden.
Dazu tippt ihr in den Einstellungen auf Bedienungshilfen > Audio/Visuell > Kopfhörer-Anpassungen. Diese Funktion funktioniert übrigens nicht nur mit AirPods, sondern auch mit anderen kompatiblen Kopfhörern.

Dort aktiviert ihr die Option Kopfhörer-Anpassungen und tippt dann auf Eigene Audiokonfiguration. Wenn ihr einen geeigneten Kopfhörer angeschlossen habt, dann spielt iOS euch immer Paare von Audio-Samples vor, bei denen ihr entscheiden müsst, welches besser klingt. Der Algorithmus lernt dabei eure Hörpräferenzen kennen und erstellt ein personalisiertes Klangprofil.

Neue Features für besseres Hören
Seit iOS 17 und besonders mit iOS 18 hat Apple die Audio-Features erheblich erweitert. Die AirPods Pro 2 können jetzt auch als vollwertige Hörhilfen fungieren – ein echter Durchbruch für Menschen mit Hörproblemen. Nach einem professionellen Hörtest, den ihr direkt über die Health-App durchführen könnt, passen sich die AirPods automatisch an euer spezifisches Hörprofil an.
Die adaptive Transparenz sorgt dafür, dass laute Umgebungsgeräusche automatisch gedämpft werden, während normale Gespräche weiterhin gut hörbar bleiben. Das ist besonders praktisch in der Stadt oder bei Konzerten.
Spatial Audio wird immer intelligenter
Das 3D-Audio-Erlebnis mit Spatial Audio hat Apple kontinuierlich verbessert. Die Kopfverfolgung funktioniert mittlerweile so präzise, dass sich der Klang perfekt an eure Kopfbewegungen anpasst. Ob ihr Netflix schaut, Apple Music hört oder ein Game spielt – der Raumklang sorgt für ein immersives Erlebnis.
Besonders beeindruckend: Die personalisierten Spatial Audio-Profile nutzen die TrueDepth-Kamera eures iPhones, um die Form eurer Ohren zu scannen und den Klang entsprechend anzupassen. Das macht einen deutlich hörbaren Unterschied.
So nutzt ihr die Anpassungen optimal
Nehmt euch für den Hörtest etwa 10-15 Minuten Zeit und führt ihn in einer ruhigen Umgebung durch. Die Fragen mögen sich wiederholen, aber jede Antwort hilft dem System, euer Hörprofil zu verfeinern. Nach dem Test könkönnt ihr das Ergebnis sofort mit einem Vorher-Nachher-Vergleich testen.
Die Einstellungen wirken sich auf alle Audio-Inhalte aus: Musik, Podcasts, Telefonanrufe und sogar Systemsounds. Falls ihr mehrere Apple-Geräte nutzt, synchronisiert sich das Profil automatisch über iCloud.
Auch für andere Kopfhörer verfügbar
Ein oft übersehener Punkt: Die Kopfhörer-Anpassungen funktionieren auch mit vielen Dritt-Herstellern. Egal ob ihr Sony, Bose oder andere Premium-Kopfhörer nutzt – die iOS-Algorithmen können auch hier für besseren Klang sorgen.
Besonders praktisch ist die Funktion „Soft Sounds“ (Leise Töne), die schwache Audiosignale verstärkt, ohne laute Passagen zu übersteuern. Das hilft beim Verstehen von Dialogen in Filmen oder leisen Podcast-Passagen.
Ebenfalls wird die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) angepasst. Die vorgenommenen Einstellungen werden dann auf alle über die Kopfhörer wiedergegebenen Sounds angewendet und können jederzeit in den Bedienungshilfen wieder angepasst werden.
Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026
