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iOS Datenschutz richtig einstellen: So schützt ihr eure Daten

von | 28.02.2023 | iOS, Tipps

Der Schutz Eurer Daten ist wichtig. Gerade auf Eurem Smartphone, wo Ihr so gut wie alles an Informationen verarbeitet. iOS bietet zahlreiche Funktionen, die mit iOS 18 und der aktuellen Version nochmals deutlich erweitert wurden.

iOS: Datenschutz integriert

Datenschutz ist nicht erst seit der DSGVO und dem Jahr 2018 ein Thema, das bei allen Hard- und Softwareanbietern einen hohen Stellenwert hat. Mit iOS 18 hat Apple die Datenschutzfunktionen nochmals erheblich ausgebaut und neue Features wie App Privacy Reports und erweiterte Berechtigungskontrollen eingeführt.

Die Hersteller von Software (wozu ja auch iOS als Betriebssystem gehört) unternehmen parallel dazu alle Anstrengungen, ihre Software sicher und datenschutzkonform zu machen. Dazu gehören auch diverse Einstellmöglichkeiten, die Ihr bei iOS hier findet:

  • Tippt auf Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit.
  • Da die Ortung Eures Smartphones gleichzeitig eine Ortung von Euch als Besitzer ist, hat diese eine besondere Rolle. Unter Ortungsdienste könnt Ihr diese generell deaktivieren oder die Einstellungen für jede App einzeln regulieren.
  • Geht die Liste der Apps regelmäßig durch und deaktiviert die Ortung, wenn Ihr meint, die App benötigt sie nicht. Neu in iOS 18: Ihr könnt Apps auch nur während der Nutzung Zugriff gewähren.
  • Darunter könnt Ihr das Tracking, also die Verfolgbarkeit von Euch als Benutzer in den Apps, einstellen oder deaktivieren.
  • Der neue App-Datenschutzbericht zeigt Euch transparent, welche Apps wann auf welche Daten zugreifen – ein echter Gamechanger für bewusste Nutzer.

Datenschutz im Browser

Der Browser ist das Programm, was wahrscheinlich am meisten über Euch aussagen kann. Wann seid Ihr auf welcher Seite gewesen? Was habt Ihr gesucht? Wann wart Ihr online? Die Webseiten tun ihr Übriges dazu Informationen zu sammeln. Je mehr man über Euch weiß, desto mehr kann man Euch gezielt bewerben … oder auch angreifen. Aus diesem Grund findet Ihr die Datenschutzeinstellungen für Safari separat:

  • Die Safari Datenschutzeinstellungen findet Ihr unter Einstellungen > Safari, etwas weiter unten unter Datenschutz & Sicherheit.
  • Hier solltet Ihr das Cross-Sitetracking verhindern, um Euch unsichtbarer zu machen.
  • Die IP-Adresse solltet Ihr vor Trackern verbergen – Apple hat diese Funktion mit iOS 18 nochmals verbessert.
  • Alle Cookies solltet Ihr keinesfalls blockieren, sonst funktionieren viele Webseiten nicht.
  • Neu: Der Private Relay ist jetzt direkter verfügbar und verschleiert Eure Internetaktivitäten noch besser.
  • Die Mail-Aktivität verbergen Funktion verhindert, dass Absender sehen können, wann Ihr E-Mails öffnet.

Verschlüsselung: Der erweiterte Datenschutz

Datenschutz ist erst einmal der Schutz der persönlichen Daten durch rechtliche und technische Maßnahmen. Technik kann helfen, dass Eure Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vom Gerät abfließen können. Verhindern können sie es aber nie zu 100 Prozent. Wenn das aber passiert, dann hilft es, wenn die Daten nicht lesbar sind. Das stellt iOS über den Erweiterten Datenschutz sicher, der mittlerweile noch mehr Datenkategorien umfasst.

  • Tippt auf Einstellungen > Euren Namen > iCloud.
  • Rollt ganz nach unten und tippt auf Erweiterter Datenschutz.
  • Bevor Ihr diesen aktiviert, tippt auf Accountwiederherstellung > aktivieren. Wenn Ihr das nicht macht, kommt Ihr nicht mehr an Eure verschlüsselten Daten heran. Das ist so, als würdet Ihr Euren Türschlüssel, den es nur einmal gibt, nicht ordentlich weglegen.
  • Schaltet dann den erweiterten Datenschutz ein und folgt den Anweisungen auf dem Bildschirm. Eure Daten sind verschlüsselt und damit noch mal deutlich sicherer.
  • Neu: Auch Siri-Anfragen werden jetzt Ende-zu-Ende verschlüsselt verarbeitet, was Eure Sprachbefehle noch privater macht.

Weitere wichtige Datenschutz-Features in iOS

Apple hat in den letzten Jahren weitere clevere Features eingebaut, die Eure Privatsphäre schützen:

  • App-Transparenz: Apps müssen jetzt um Erlaubnis fragen, bevor sie Euch über andere Apps und Websites hinweg verfolgen können.
  • Mikrofon- und Kamera-Indikatoren: Ein orangener oder grüner Punkt zeigt Euch an, wenn eine App auf Mikrofon oder Kamera zugreift.
  • Ungefähre Standortfreigabe: Statt Eures exakten Standorts könnt Ihr Apps nur eine grobe Position mitteilen.
  • E-Mail-Datenschutz: Die Mail-App lädt Bilder vor und verhindert so das Tracking durch Newsletter-Versender.
  • Mit Apple anmelden: Statt Eure echte E-Mail-Adresse preiszugeben, könnt Ihr temporäre Adressen für Apps und Services nutzen.

Regelmäßige Kontrolle dieser Einstellungen lohnt sich – neue Apps installiert Ihr schließlich laufend, und diese bringen oft neue Berechtigungsanfragen mit sich. Ein kurzer monatlicher Check reicht völlig aus, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Zuletzt aktualisiert am 19.02.2026

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