Sonos ist der Platzhirsch bei den Streaming-Lautsprechern. Mit der Kooperation mit IKEA und deren Symfonisk-Regallautsprechern, die am Ende nichts anderes als Sonos-Hardware in einem anderen Gewand sind, ist die Reichweite noch mehr gewachsen. Was allerdings bei Sonos fehlt, ist eine Fernbedienung. Hier bietet IKEA die Alternative!
Sonos selber bietet – warum auch immer – keine klassische Fernbedienung an. Das ist kein Problem, wenn ihr Musik über das Smartphone oder ein Tablet streamt. Nutzt ihr die Lautsprecher aber unabhängig davon oder wollt einfach ohne Griff zum Handy die Lautstärke regeln, dann ist das unbequem. IKEA hat mit seiner eigenen Smarthome-Lösung Tradfri aber für die Symfonisk-Lautsprecher eine praktische Fernbedienung im Programm.
Tradfri Gateway als Schaltzentrale
Im Paket mit dem Tradfri Gateway bekommt ihr nicht nur die Fernbedienung, sondern auch den Hub, der vollkommen unabhängig vom Sonos-System läuft. Das Gateway fungiert als Brücke zwischen der Zigbee-basierten Tradfri-Fernbedienung und euren Sonos-Lautsprechern. Der Vorteil: Ihr könnt das Gateway auch für andere IKEA-Smarthome-Produkte nutzen.
Nach der Installation der IKEA Home Smart App auf dem Smartphone muss die Fernbedienung mit dem Gateway gekoppelt werden. Der Vorgang ist intuitiv und dauert nur wenige Minuten. Das Gateway erkennt dann automatisch alle Sonos-Lautsprecher in der Umgebung, egal ob es sich um klassische Sonos-Modelle oder die IKEA-Symfonisk-Varianten handelt.
Intelligente Gruppenverwaltung
Besonders clever: Jeder Fernbedienung könnt ihr einen Hauptlautsprecher zuordnen. Die App ist dabei so intelligent, dass sie bei Auswahl eines Lautsprechers automatisch alle anderen zuordnet, die über die Sonos-App einer Gruppe mit diesem Lautsprecher zugeordnet sind. Habt ihr also beispielsweise Wohnzimmer und Küche zu einer Gruppe zusammengefasst, steuert die Fernbedienung beide Bereiche gleichzeitig.
Was die Fernbedienung kann
Die kompakte Tradfri-Fernbedienung bietet die wichtigsten Grundfunktionen: Play/Pause, Vor- und Zurückspringen zwischen Titeln sowie Lautstärkeregelung. Für den Alltag reicht das völlig aus. Komplexere Aktionen wie Playlist-Wechsel oder Streaming-Dienst-Auswahl müsst ihr weiterhin über die Sonos-App erledigen.
Ein praktischer Nebeneffekt: Die Fernbedienung funktioniert auch dann, wenn das WLAN mal ausfällt oder das Smartphone gerade lädt. Da die Kommunikation über das Zigbee-Protokoll läuft, ist sie unabhängig vom Heimnetzwerk.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit rund 40 Euro für das komplette Set aus Gateway und Fernbedienung ist die Lösung deutlich günstiger als die meisten Universal-Fernbedienungen mit ähnlicher Funktionalität. Zusätzliche Fernbedienungen kosten einzeln etwa 10 Euro – praktisch, wenn ihr mehrere Räume separat steuern wollt.
Alternative: Matter-Integration
Seit 2024 unterstützen neuere Sonos-Modelle auch den Matter-Standard. Das bedeutet: Fernbedienungen anderer Hersteller, die Matter unterstützen, funktionieren ebenfalls. Allerdings ist die Auswahl noch begrenzt und die Preise oft höher als bei der IKEA-Lösung.
Grenzen der Lösung
Einige Einschränkungen gibt es: Die Fernbedienung funktioniert nur mit Sonos-Lautsprechern, die bereits Musik abspielen oder kürzlich gespielt haben. Ein komplett „kalter Start“ ist nicht möglich. Außerdem sind erweiterte Funktionen wie Equalizer-Einstellungen oder die Auswahl verschiedener Audioquellen nicht verfügbar.
Fazit: Sinnvolle Ergänzung
Für alle, die ihre Sonos- oder Symfonisk-Lautsprecher gerne ohne Smartphone steuern möchten, ist die IKEA Tradfri-Fernbedienung eine durchaus sinnvolle und günstige Ergänzung. Sie löst das Grundproblem der fehlenden physischen Steuerung elegant, auch wenn sie nicht alle Funktionen der App ersetzen kann. Besonders in Haushalten mit Kindern oder technikscheuen Mitbewohnern sorgt sie für mehr Komfort im Alltag.
Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026


