iPhone & iPad: Bildschirm aufnehmen – so geht’s

von | 20.10.2017 | iOS

Wer auf iOS-Geräten einen sogenannten Screencast aufnehmen will, also die Ereignisse auf dem Bildschirm als Video speichern möchte, kann das mittlerweile ganz einfach direkt über das System. Was früher kompliziert war und Zusatztools erforderte, ist heute standardmäßig in iOS integriert und funktioniert auf allen aktuellen iPhones und iPads problemlos.

Den Bildschirminhalt eines MacBook oder iMac aufzunehmen, ist dank QuickTime-Player nach wie vor vergleichsweise einfach: Die zum Lieferumfang gehörende Anwendung stellt entsprechende Funktionen zur Verfügung. Früher gestaltete sich das bei iPhone oder iPad deutlich schwieriger und man benötigte Kabel und Zusatzprogramme.

Seit iOS 11 – und damit auch in allen neueren Versionen bis zum aktuellen iOS 18 – gehört die Bildschirmaufnahme zum Standard-Repertoire eures iPhones oder iPads. Das praktische Feature ist allerdings etwas versteckt und muss dem Kontrollzentrum erst hinzugefügt werden, falls das noch nicht geschehen ist.

So aktiviert ihr die Bildschirmaufnahme

Dazu öffnet ihr die Einstellungen und navigiert über das Kontrollzentrum zum Punkt Steuerelemente anpassen. In der oberen Hälfte seht ihr alle Elemente, die bereits im Kontrollzentrum vorhanden sind. Die unteren Elemente in der Liste „Weitere Steuerelemente“ lassen sich durch ein Tippen auf das grüne „+“ hinzufügen. Sucht hier nach „Bildschirmaufnahme“ und fügt die Funktion hinzu.

Wenn ihr jetzt das Kontrollzentrum aufruft – bei neueren iPhones durch einen Wisch von der oberen rechten Ecke nach unten, bei älteren Modellen und iPads von unten nach oben – findet ihr das neue Symbol für die Bildschirmaufnahme. Es sieht aus wie ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte.

Bildschirmaufnahme starten und stoppen

Tippt das Symbol für die Bildschirmaufnahme an, um einen dreisekündigen Countdown zu starten. Bei 0 beginnt das iPad oder iPhone damit, den aktuellen Bildschirminhalt als Video aufzuzeichnen. Das wird durch den roten Balken am oberen Bildschirmrand (bei iPhones mit Dynamic Island durch eine rote Anzeige) verdeutlicht.

Um die Aufnahme zu stoppen, könnt ihr entweder auf den roten Bereich tippen und dann Stoppen wählen, oder über das Kontrollzentrum erneut den Button für die Bildschirmaufnahme anwählen. Die Aufnahme wird automatisch in der Fotos-App gespeichert, wo sie jederzeit angeschaut, bearbeitet oder geteilt werden kann.

Erweiterte Funktionen und Tipps

Besonders praktisch: Ihr könnt auch den Ton mit aufnehmen. Dafür drückt ihr das Bildschirmaufnahme-Symbol im Kontrollzentrum etwas länger, bis ein Menü erscheint. Hier könnt ihr das Mikrofon aktivieren oder deaktivieren. So nehmt ihr nicht nur das auf, was auf dem Bildschirm passiert, sondern auch eure Kommentare dazu.

Die Qualität der Aufnahmen ist dabei bemerkenswert gut. iOS zeichnet in der nativen Auflösung eures Geräts auf – bei aktuellen iPhones also in 1080p oder sogar höher bei den Pro Max Modellen. Die Dateien werden im MP4-Format gespeichert und lassen sich problemlos weiterverarbeiten oder auf andere Plattformen hochladen.

Datenschutz und Sicherheit

Apple hat auch an die Sicherheit gedacht: Bestimmte Apps können die Bildschirmaufnahme blockieren. Das betrifft vor allem Banking-Apps, Streaming-Dienste oder andere sicherheitskritische Anwendungen. Wenn ihr versucht, solche Inhalte aufzunehmen, erhaltet ihr entweder eine Fehlermeldung oder die entsprechenden Bereiche werden schwarz dargestellt.

Alternative Methoden

Neben der integrierten Funktion gibt es mittlerweile auch professionellere Apps im App Store, die erweiterte Features bieten. Diese können etwa längere Aufnahmen erstellen, verschiedene Auflösungen anbieten oder erweiterte Bearbeitungsfunktionen mitbringen. Für die meisten Anwendungsfälle reicht jedoch die Standard-Funktion von iOS völlig aus.

Für Mac-Nutzer bleibt QuickTime nach wie vor eine gute Option, besonders wenn ihr das iPhone oder iPad per Kabel anschließt. Dann könnt ihr die Aufnahme direkt auf dem Mac steuern und habt mehr Kontrolle über Qualität und Speicherort.

Die Bildschirmaufnahme-Funktion hat sich seit ihrer Einführung als extrem nützlich erwiesen – nicht nur für Tutorials oder Anleitungen, sondern auch um Bugs zu dokumentieren, Spielszenen festzuhalten oder einfach interessante Inhalte zu teilen. Einmal eingerichtet, ist sie in Sekunden einsatzbereit und liefert zuverlässig gute Ergebnisse.

Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026