Musik über Lautsprecher hören war schon fast aus der Mode gekommen. Das hat sich schlagartig geändert, als die so genannten Smart Speaker auf den Markt kamen: Lautsprecher, die ihr direkt über das Smartphone via WLAN oder verkabelter Netzwerkverbindung steuern könnt. Zusätzlich könnt ihr direkt Musikdienste wie Amazon Music, Tidal oder Spotify darauf laufen lassen. Die bekannteste Marke ist hier sicherlich SONOS. Wusstet ihr, dass ihr deutlich günstiger an vergleichbare Lautsprecher kommt, die sogar automatisch auf euren Raum einmessbar sind?
Kaum zu glauben: nachdem IKEA schon das Thema Smart Home für sich entdeckt hat, hat der schwedische Möbelkonzern seine Hand nach Smart Speakern ausgestreckt. Und weil man sowas nicht selber macht, gleich in Kooperation mit dem Platzhirschen SONOS. Symfonisk heißen die Lautsprecher, die es einmal als Regal-Version und einmal als Lampe gibt (ab EUR 149,-). Mittlerweile gibt’s auch eine Rahmen-Version für Bilder und eine kompakte Bookshelf-Variante.
Die Integration funktioniert ganz einfach: Über die originale SONOS-App, die ihr für iOS und Android bekommt. Und hier versteckt sich auch die Möglichkeit, Lautsprecher zu einem Stereopaar zusammenzufassen und automatisch auf euren Raum einzumessen.

TruePlay macht den Unterschied
Das Herzstück der Raumkalibrierung ist TruePlay – eine Technologie, die SONOS perfektioniert hat. Aktiviert dazu in den Einstellungen der SONOS-App die TruePlay-Einstellung. Das Feature nutzt die Mikrofone eures Smartphones, um den Raum zu vermessen und die Lautsprecher optimal darauf abzustimmen.
Ihr müsst euer Telefon aus der Hülle nehmen und es um 180 Grad drehen, damit das Mikrofon oben ist. Dann lauft ihr etwa zwei Minuten durch den kompletten Raum und bewegt das Gerät hoch und runter. Währenddessen spielen die Lautsprecher abwechselnd verschiedene Testtöne ab. Die App nimmt über das Mikrofon auf, wie diese an den verschiedenen Positionen des Raums ankommen und stellt den Klang dann entsprechend ein.

Warum IKEA-Lautsprecher trotzdem lohnen
Die IKEA Symfonisk-Serie nutzt exakt dieselbe Technologie wie die teuren SONOS-Originale. Das bedeutet: Ihr bekommt TruePlay, Multi-Room-Audio, AirPlay 2-Unterstützung und alle Streaming-Features – nur eben zu einem Bruchteil des Preises. Ein SONOS One kostet aktuell um die 250 Euro, ein Symfonisk-Regal-Lautsprecher etwa 149 Euro.
Der Klang? Überraschend gut. Klar, die High-End SONOS-Modelle wie der Era 300 oder Arc haben mehr Power und Features wie Dolby Atmos. Aber für normale Wohnräume reichen die IKEA-Varianten völlig aus. Besonders clever: Die Regal- und Lampen-Versionen erfüllen gleichzeitig praktische Zwecke.
So funktioniert die Einrichtung
Die Einbindung ist kinderleicht: SONOS-App herunterladen, WLAN-Daten eingeben, fertig. Die App erkennt automatisch, ob es sich um einen Original-SONOS oder IKEA-Lautsprecher handelt. Danach könnt ihr verschiedene Räume anlegen, Stereopaare bilden oder sogar Surround-Systeme aufbauen.
Besonders praktisch: Ihr könnt IKEA- und SONOS-Lautsprecher beliebig mischen. Ein Symfonisk-Paar als Rear-Speaker mit einer SONOS-Soundbar? Kein Problem. Das macht das System sehr flexibel und preiswert erweiterbar.
TruePlay richtig nutzen
Nach der Installation solltet ihr unbedingt TruePlay aktivieren. Der Algorithmus kompensiert Raumakustik, Möbelstellung und Wandreflexionen. Das Ergebnis ist beeindruckend: Wo vorher dumpfer Bass oder schrille Höhen störten, klingt plötzlich alles ausgewogen.
Wichtig: TruePlay funktioniert nur mit iOS-Geräten, da SONOS die Mikrofon-Charakteristiken von iPhones und iPads genau kennt. Android-Nutzer müssen sich ein iPhone leihen oder auf die manuelle EQ-Einstellung zurückgreifen.
Fazit: Smart und günstig
Die IKEA-SONOS-Kooperation zeigt, wie durchdachte Partnerschaften allen nützen. Ihr bekommt Premium-Audio-Technologie zu IKEA-Preisen, inklusive der geniale TruePlay-Raumkalibrierung. Perfekt für alle, die guten Sound wollen, ohne das Budget zu sprengen.
Zuletzt aktualisiert am 03.03.2026