Passkeys auf externen Geräten verwalten

von | 05.08.2024 | Android, Internet, iOS

Wenn ihr einen Rechner mit anderen teilen müsst oder aus Sicherheitsgründen keine Passkeys lokal speichern wollt, dann nutzt euer Smartphone oder einen Hardware-Sicherheitsschlüssel. Diese Lösung bietet maximale Flexibilität und Sicherheit – besonders in Zeiten, wo Passkeys zum Standard für passwortlose Anmeldung werden.

Warum externe Passkey-Speicherung sinnvoll ist

2026 sind Passkeys praktisch überall angekommen: Google, Microsoft, Apple, Amazon, Netflix, PayPal – die Liste wird täglich länger. Während lokale Passkeys bequem sind, haben externe Lösungen klare Vorteile: Ihr könnt sie überall nutzen, sie bleiben unter eurer Kontrolle und funktionieren auch dann, wenn ihr euren Hauptrechner wechselt oder neu aufsetzen müsst.

Passkeys mit dem Smartphone nutzen

Die Smartphone-Lösung ist inzwischen extrem ausgereift und funktioniert plattformübergreifend perfekt. Egal ob iPhone mit Android-PC oder umgekehrt – die Kommunikation klappt reibungslos. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung am Beispiel Amazon:

  • Öffnet die Amazon-Webseite in eurem Browser und navigiert zur Anmeldung.
  • Statt das Passwort einzugeben, klickt auf Mit Passkey anmelden oder das entsprechende Symbol.
  • Wählt Anderes Gerät verwenden aus den Optionen.
  • Beim ersten Mal: Klickt auf iPhone, iPad oder Android-Gerät um einen neuen Passkey zu erstellen.
  • Ein QR-Code erscheint. Öffnet die Kamera-App eures Smartphones und scannt den Code. Modern Smartphones erkennen automatisch Passkey-QR-Codes und zeigen einen entsprechenden Link an.
  • Tippt auf den Passkey-Link und authentifiziert euch mit Face ID, Touch ID, Fingerabdruck oder eurer PIN.

Der Passkey wird jetzt sicher in eurem Smartphone-Keychain gespeichert. Bei iPhones landen sie in der iCloud Keychain, bei Android-Geräten im Google Password Manager – beide synchronisieren sich mit euren anderen Geräten derselben Plattform.

Anmeldung mit Smartphone-Passkeys

Bei zukünftigen Anmeldungen läuft der Prozess noch schneller ab:

  • Klickt auf Mit Passkey anmelden, dann Anderes Gerät verwenden.
  • Scannt den QR-Code mit eurem Smartphone.
  • Authentifiziert euch am Smartphone – fertig! Die Anmeldung erfolgt automatisch.

Ein riesiger Vorteil: Der Passkey verlässt nie euer Smartphone. Selbst wenn der PC kompromittiert wäre, bleiben eure Zugangsdaten sicher.

Hardware-Sicherheitsschlüssel: Die Profi-Lösung

Für maximale Sicherheit führt kein Weg an Hardware-Sicherheitsschlüsseln vorbei. YubiKey, Google Titan oder SoloKeys – die Auswahl ist 2026 riesig und die Preise sind deutlich gefallen. Diese USB-C oder NFC-fähigen Sticks speichern Passkeys komplett offline und unhackbar.

So richtet ihr einen Passkey auf einem Sicherheitsschlüssel ein (Beispiel Google-Konto):

  • Besucht myaccount.google.com/signinoptions/passkeys und meldet euch an.
  • Klickt auf + Passkey erstellen.
  • Wählt Anderes Gerät verwenden und dann Sicherheitsschlüssel.
  • Steckt euren Hardware-Key in einen freien USB-Port oder haltet ihn bei NFC-fähigen Modellen an euer Gerät.
  • Bestätigt die Erstellung und drückt bei Aufforderung den Button am Sicherheitsschlüssel.
  • Der Passkey wird verschlüsselt auf dem Hardware-Key gespeichert.

Praktische Tipps für den Alltag

Ein paar Tricks, die den Umgang mit externen Passkeys noch praktischer machen:

  • Backup anlegen: Erstellt Passkeys sowohl auf dem Smartphone als auch auf einem Hardware-Key. Falls eins der Geräte ausfällt, habt ihr immer noch Zugang.
  • NFC nutzen: Moderne Hardware-Keys funktionieren auch per NFC mit Smartphones und Tablets – perfekt für mobile Anmeldungen.
  • Mehrere Services: Ein Hardware-Key kann hunderte Passkeys speichern. Nutzt ihn für alle wichtigen Services.
  • Plattformübergreifend: Passkeys funktionieren zwischen verschiedenen Betriebssystemen. Windows-PC mit iPhone? Kein Problem!

Der große Vorteil externer Passkey-Speicherung wird in einer Welt immer wichtiger, wo wir verschiedene Geräte nutzen und Sicherheit oberste Priorität hat. Ob Smartphone oder Hardware-Key – beide Lösungen bieten deutlich mehr Flexibilität als lokale Speicherung und sind dabei mindestens genauso sicher.

Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026

Jörg Schieb
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