Die meisten Android-Smartphones haben OLED-Displays. Die sind nicht nur superscharf, sondern verbrauchen auch sehr wenig Strom, weil sie keine Hintergrundbeleuchtung benötigen. Das bietet viele Möglichkeiten, unter anderem auch den Einsatz eines immer anzeigenden Sperrbildschirms. Wir zeigen euch, wie ihr mehr daraus macht!
Das Always On Display (AOD) ist inzwischen ein Standard-Feature bei praktisch allen Android-Flaggschiff-Geräten und vielen Mittelklasse-Smartphones. 2026 haben nicht nur Samsung, Google Pixel und OnePlus diese Technologie perfektioniert – auch Xiaomi, Oppo und andere Hersteller bieten ausgeklügelte AOD-Lösungen. Das Prinzip bleibt gleich: Dank OLED-Technologie können einzelne Pixel aktiviert werden, ohne dass das gesamte Display Energie verbraucht.
Einrichten des AOD: So geht’s bei Android 15 und höher
Das Always On Display aktiviert ihr über die Systemeinstellungen. Da Android 15 und die Hersteller-Oberflächen wie One UI 7 (Samsung), OxygenOS 15 (OnePlus) oder Pixel UI deutlich einheitlicher geworden sind, findet ihr die Option meist unter ähnlichen Pfaden:
- Öffnet die Einstellungen eures Android-Geräts
- Sucht nach „AOD“, „Always On“ oder „Sperrbildschirm“ – die Suchfunktion führt euch direkt zum Ziel
- Alternativ findet ihr die Option meist unter Display > Sperrbildschirm oder Display > Always On Display
- Aktiviert die Funktion mit dem Schieberegler
- Bei Anzeigeoptionen wählt ihr zwischen „Immer“, „Bei Berührung“, „Bei Benachrichtigungen“ oder „Intelligente Aktivierung“
- Die intelligente Aktivierung nutzt Sensoren und KI, um zu erkennen, wann ihr das Smartphone wahrscheinlich nicht braucht (etwa nachts im Bett)
Der Stromverbrauch liegt bei modernen OLED-Displays übrigens bei nur 1-3% der Akkuleistung pro Tag – selbst bei dauerhafter Aktivierung.
Uhr-Stile und Personalisierung
2026 bieten die meisten Hersteller eine beeindruckende Auswahl an Uhr-Designs. Samsung hat mit One UI 7 über 50 verschiedene Uhren-Stile eingeführt, Google Pixel-Geräte kommen mit Material You-Design-Uhren, die sich automatisch an eure Wallpaper-Farben anpassen.
Besonders cool: Viele Hersteller unterstützen inzwischen Dynamic Themes, die das AOD je nach Tageszeit, Wetter oder sogar Musik-Genre anpassen. Xiaomi und Oppo haben sogar AOD-Themes eingeführt, die auf eure Spotify-Hörgewohnheiten reagieren.
Widgets: Das versteckte Potenzial des AOD
Hier wird’s richtig interessant: Das AOD kann weit mehr als nur die Uhrzeit anzeigen. Widgets machen aus eurem Sperrbildschirm eine Informationszentrale. Die Auswahl ist 2026 deutlich größer geworden:
- Wetter-Widgets: Zeigen nicht nur Temperatur, sondern auch Luftqualität, UV-Index und Pollenflug
- Kalender-Integration: Nächste Termine mit Zoom/Teams-Links und Anfahrtszeiten
- Smart Home Hub: Status eurer Philips Hue Lampen, Heizung oder Türschlösser
- Fitness-Tracking: Schritte, Herzfrequenz (bei Wearables) und Schlafqualität
- Verkehr/ÖPNV: Aktuelle Verbindungen und Verspätungen
- Krypto/Aktien: Live-Kurse eurer wichtigsten Investments
So aktiviert ihr die Widgets:
- Geht in die AOD-Einstellungen wie oben beschrieben
- Wählt Widgets oder Informationen
- Aktiviert die gewünschten Widgets – aber übertreibt nicht, das wird schnell unübersichtlich
- Mit „Anordnung“ oder den Pfeilen rechts ordnet ihr sie nach Priorität
- Manche Widgets (wie Wetter) benötigen Standortberechtigungen
Der Doppel-Tipp-Trick: Widgets sichtbar machen
Hier ist der Clou, den viele übersehen: Die Widgets sind nicht sofort sichtbar, sondern versteckt. Das spart Platz und Energie. So holt ihr sie hervor:
- Erster Tipp auf die Uhr oder das AOD: Display wird heller
- Zweiter Tipp direkt danach: Widget-Ansicht öffnet sich
- Mit Wisch-Gesten (links/rechts) blättert ihr durch die verschiedenen Widget-Seiten
- Nach wenigen Sekunden kehrt das AOD automatisch zur Standard-Ansicht zurück
Profi-Tipps für das perfekte AOD
Helligkeit anpassen: Die meisten Android-Versionen bieten separate Helligkeitsregler für das AOD. In dunklen Räumen solltet ihr es dunkler stellen, um nicht geblendet zu werden.
Zeitgesteuerte Aktivierung: Programmiert das AOD so, dass es nachts automatisch ausgeht. Das schont nicht nur den Akku, sondern stört auch den Schlaf weniger.
Benachrichtigungsfilter: Lasst nicht jede App Symbole im AOD anzeigen. Beschränkt es auf wirklich wichtige Apps wie Telefon, SMS und euren Messenger.
Akkulaufzeit optimieren: Bei intensiver Nutzung schaltet das AOD auf „Bei Berührung“ – das Display aktiviert sich nur, wenn ihr es antippt oder das Smartphone bewegt.
iPhone-Alternative: iOS und das AOD
Apple hat mit dem iPhone 14 Pro und iPhone 15 Pro ebenfalls ein Always On Display eingeführt. Hier zeigen wir euch, wie ihr das iPhone-AOD optimal einstellt. Die iOS-Version ist weniger anpassbar als Android, dafür aber sehr energieeffizient und elegant gelöst.
Das Always On Display ist längst mehr als ein nettes Feature – es macht euer Smartphone zum persönlichen Informations-Dashboard. Mit den richtigen Einstellungen wird es zum unverzichtbaren Begleiter im Alltag.
Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026
