Windows 11: Netzlaufwerke verbinden

von | 15.05.2023 | Windows

Immer mehr Geräte bieten ihren Speicher im Netzwerk zum Zugriff an: Router, Netzwerkfestplatten, Cloud-Speicher, Freigaben an einem PC. Diese könnt Ihr in Windows 11 komfortabel als Laufwerke in den Explorer einbinden und sogar mit OneDrive synchronisieren!

Netzwerkspeicher: Was ist das?

Es ist schon lange nicht mehr so, dass Ihr nur auf einem Gerät arbeitet. Desktop und Tablet, Smartphone, diverse Netzwerkgeräte wie ein NAS (Network Attached Storage, also eine Netzwerkfestplatte), Euer Router mit USB-Anschluss, Cloud-Speicher und andere Geräte speichern Daten. Moderne NAS-Systeme wie Synology, QNAP oder auch günstigere Varianten von WD und Seagate bieten mittlerweile nicht nur Dateispeicher, sondern auch Apps, Medienserver und sogar Docker-Container.

Statt zwischen diesen Geräten hin- und herzulaufen und Daten zu übertragen, nutzt Ihr die Netzwerkverbindung. Windows 11 hat die Netzwerkerkennung gegenüber Windows 10 deutlich verbessert und findet Geräte schneller. Wenn Ihr der Meinung seid, dass das bei Euch nicht der Fall ist, dann:

  • Startet den Windows Explorer.
  • Klickt im Verzeichnisbaum auf der linken Seite auf Netzwerk.
  • In der Liste seht Ihr alle Geräte, die Ihr über das Netzwerk ansprechen könnt.

Zu den Geräten gehören natürlich auch Drucker, Netzwerklautsprecher, Smart-TVs mit DLNA-Unterstützung und vieles andere. Die Kategorie Computer zeigt Euch alle klassischen Geräte mit Speichern. Falls Ihr Geräte nicht seht, überprüft, ob die Netzwerkerkennung in den Windows-Einstellungen aktiviert ist.

Hinzufügen eines Netzwerklaufwerks – der klassische Weg

Grundsätzlich könnt Ihr durch einen Doppelklick auf ein Gerät in dieser Übersicht dessen freigegebenen Laufwerke öffnen und dann darauf zugreifen. Einfacher und komfortabler ist es aber, wenn Ihr diese direkt als eigenes Laufwerk im Explorer zur Verfügung habt. Das funktioniert mit wenig Aufwand:

  • Öffnet das Netzlaufwerk aus der Netzwerkumgebung, wie oben beschrieben.
  • Klickt mit der rechten Maustaste hinein, dann unten im sich öffnenden Menü auf Netzlaufwerk verbinden.
  • Im sich öffnenden Fenster müsst Ihr nun einige Parameter festlegen.
  • Unter Laufwerk wählt Ihr den Laufwerksbuchstaben, unter dem das Netzlaufwerk in Windows verfügbar sein soll. Windows zeigt Euch nur freie Buchstaben an.
  • Der Ordner ist die Netzwerkadresse, die Windows automatisch erkennt. Sie hat die Form \<Server><Freigabe>. Hier müsst Ihr normalerweise nichts ändern.
  • Für die Anmeldung: Wenn Euer NAS oder Server mit Euren Windows-Anmeldedaten funktioniert, ist alles automatisch erledigt. Ansonsten klickt auf Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen.
  • Aktiviert Verbindung bei der Anmeldung wiederherstellen, wenn das Laufwerk immer verfügbar sein soll.

Alternative Methoden in Windows 11

Windows 11 bietet mehrere Wege zum Einbinden von Netzlaufwerken:

Über die Einstellungen-App: Geht zu Einstellungen → System → Speicher → Erweiterte Speichereinstellungen → Datenträger und Volumes. Hier findet Ihr auch die Option „Netzlaufwerk hinzufügen“.

Per Kommandozeile: Öffnet die PowerShell als Administrator und nutzt den Befehl:
net use Z: \servernamefreigabe /persistent:yes

Über die Adressleiste: Gebt direkt in der Explorer-Adressleiste die UNC-Pfade ein (\servernamefreigabe) und speichert diese als Favoriten.

Cloud-Speicher als Netzlaufwerk

Viele Cloud-Dienste lassen sich ebenfalls als Netzlaufwerk einbinden. OneDrive ist bereits tief in Windows 11 integriert, aber auch Google Drive, Dropbox oder iCloud können über Tools von Drittanbietern als Laufwerke gemountet werden. Tools wie „Mountain Duck“ oder „CloudMounter“ machen das möglich.

Troubleshooting und Tipps

Falls die Verbindung nicht funktioniert:
– Überprüft die Firewall-Einstellungen auf beiden Geräten
– Aktiviert die Netzwerkerkennung in den Windows-Einstellungen
– Bei modernen NAS-Systemen: Achtet darauf, dass SMB 2.0 oder höher aktiviert ist
– Verwendet wenn möglich SMB 3.0 für bessere Sicherheit und Performance

Sicherheitstipp: Moderne NAS-Systeme unterstützen Zwei-Faktor-Authentifizierung. Nutzt diese Funktion, besonders wenn Ihr von außerhalb auf Euer Netzwerk zugreift. Auch VPN-Verbindungen werden immer wichtiger für den sicheren Fernzugriff.

Performance-Tipp: Wenn Ihr große Dateien häufig bearbeitet, aktiviert das „Offline-Verfügbarkeit“-Feature. Damit werden oft genutzte Dateien lokal zwischengespeichert und synchronisiert.

 

 

Zuletzt aktualisiert am 18.02.2026