Jeder Fingerabdruck ist einzigartig, unverwechselbar – und eignet sich daher ideal, um sich irgendwo auszuweisen oder anzumelden. Großer Vorteil: Man muss sich weder eine PIN, noch ein Passwort merken. Seinen Fingerabdruck hat man schließlich immer mit dabei.

Beispiel: Digitaler Personalausweis. Seit November 2010 kann man auf Wunsch zwei Fingerabdrücke im eingebauten Chip des Personalausweises speichern. Wer sich im Internet ausweisen möchte, braucht dann Ausweis, 6-stellige PIN und Fingerabdruck. Das erhöht die Sicherheit. Dafür braucht man zu Hause aber ein spezielles Lesegerät für den Ausweis und einen Fingerabdruck-Scanner.

In Apples neuem iPhone 5S ist serienmäßig ein Fingerabdruck-Sensor eingebaut. Das Smartphone lässt sich per Fingerabdruck entsperren, ganz ohne PIN. Man kann aber auch per Fingerabdruck einkaufen: Apps, eBooks, Musik und Filme lassen sich in Apples Onlineshop iTunes per Fingerabdruck bezahlen. Das erspart lästige Passworteingaben beim Onlineshopping.

Mittlerweile haben auch andere Smartphone-Hersteller Geräte mit eingebautem Fingerabdruck-Sensor angekündigt, etwa HTC. Auch manche Notebooks sind mit solchen Fingerabdruck-Scanner ausgestattet, um den Zugang zum Gerät abzusichern.

Datenschützer haben jedoch Bedenken. Betrüger können den Fingerabdruck “klauen”, etwa indem sie den Fingerabdruck von einem Glas oder vom Smartphone abnehmen und auf Folie kopieren. Eher simple Fingerabdruck-Scanner wie im iPhone 5S lassen sich so überlisten.

Viele machen sich Sorgen, dass gespeicherte Fingerabdrücke in falsche Hände geraten könnten. Doch wer seinen Fingerabdruck registriert, speichert kein Bild vom Fingerabdruck im Gerät, sondern eine mathematische Formel, wie der Fingerabdruck aussieht. Mit dem sogenannten Hashcode kann man überprüfen, ob ein Fingerabdruck korrekt ist – aber man kann den Fingerabdruck selbst nicht reproduzieren.

Fingerabdruck-Scanner sind also nicht hundertprozent sicher, aber auch nicht unsicherer als PIN oder Passwort.