Briefmarke mit QR Code

Die Post hat eine neue Briefmarke an den Start gebracht: Ausgerüstet mit einem QR-Code können Absender den Brief tracken – und erfahren, in welchem Verteilzentrum sich die Sendung aktuell befindet. Ein Service, den die Post ausbauen will.

Die traditionelle Post auf Papier wird auch gerne etwas boshaft “Snail Mail” genannt – Schneckenpost. Weil sie nun mal deutlich länger braucht als eine E-Mail. Doch gibt es dennoch reichlich Situationen, in denen ein echter Brief überlegen oder sogar unverzichtbar ist. Beim Versand von Dokumenten zum Beispiel, bei Schriftstücken oder wenn ein kleiner Gegenstand verschickt werden muss.

Briefmarken mit QR Code

Individueller QR-Code erlaubt Tracking

Ab Donnerstag (04.02.2021) werden auch die traditionellen Briefe digitaler. Denn die Post führt eine neue Briefmarke ein: Mit Motiv – und individuellem QR-Code an der rechten Seite, dem sogenannten “Matrixcode”. Die erste Marke dieser Art – 80 Cent für Standardbriefe – trägt den Titel “Digitaler Wandel” und zeigt ein KI-Motiv.

Der QR-Code birgt eine sehr interessante Funktion. Kunden können ihn vor dem Absenden mit der Post/DHL-App scannen, um so den Transportweg nachzuverfolgen. So ähnlich wie bei einem Paket. Die App verrät dann, in welchem Verteilzentrum sich der Brief gerade befindet. Nur ob der Brief zugestellt wurde, lässt sich nicht sehen.

Das wäre technisch zweifellos möglich – aber dann würde sich die Post das System der Einschreiben kaputt machen. Wirklich konsequent digital ist das Angebot aber trotzdem nicht.

Briefkasten

Individueller QR-Code erlaubt Tracking

Der QR-Code dient aber nicht nur dem Komfort des Kunden, sondern soll Briefmarken auch fälschungssicher machen. Außerdem soll sich eine ungestempelte Briefmarke so nicht ein weiteres Mal nutzen lassen. Beides offensichtlich durchaus Probleme der Post.

Crypto Stamp: Porto in der Blockchain

Die Deutsche Post ist zwar nicht die einzige Post auf der Welt, die so etwas anbietet. Die österreichische Post hat sogar schon mit “Crypto Stamps” experimentiert. Porto in der Blockchain (eine Art dezentrale Datenbank: verkettete Server und Rechner verwalten gemeinsam alle Datensätze): top modern, da die Blockchain nichts vergisst, fälschungssicher ist und auch Tracking erlaubt. Ein Zahlencode reicht als Briefmarke.

Aber immerhin lässt sich bei der Deutschen Post der Wille erkennen, sich in puncto Digitalisierung weiterzuentwickeln. Die verschiedenen Apps von Post/DHL können durchaus eine Menge – und werden ständig ausgebaut.

Briefmarke mit QR-Code: Im Verteilzentrum ausgelesen und in der App trackbar