Passwort vs. PIN vs. biometrische Authentifizierung – was ist für Windows 11 am sichersten?

von | 08.03.2022 | Software

Seine eigenen Geräte, Dokumente und Daten abzusichern wird immer wichtiger. Das fängt schon beim Zugriff auf Rechner oder Mobilgerät an. Welche Methode ist die Beste unter Windows 11: PIN, Gesichtserkennung oder Passwort? Wir haben mal genauer hingeschaut…

Unter Windows 11 können sich Benutzer mit Hello PIN anmelden. Dabei handelt es sich um eine von Microsoft empfohlene Methode, mit der Nutzer schnell und sicher Zugriff auf das Gerät erhalten. Die Anmelde-PIN besteht unter Windows 11 in der Regel aus vier Ziffern (in Unternehmen kann dies manchmal abweichen und längere Kombinationen sind möglich) – kennt man ja von Bank- und Kreditkarten.

Passwort, Pin & Co. – was ist wirklich sicher?

Dieses Hello Pin Anmeldeverfahren birgt einen großen Sicherheitsnachteil, denn es gibt wenig Möglichkeiten, eine besonders komplexes und individuelle PIN zu erstellen. Um zu vermeiden, dass Unbefugte die PIN erraten, vermeide, Zahlenfolgen zu verwenden, die einen persönlichen Bezug zu dir haben, wie etwa dein Geburtstag oder deine Hausnummer.

Hello PIN ist bisher wohl die beliebteste Anmeldemöglichkeit. Ist das Gerät jedoch mit den notwendigen technischen Voraussetzungen ausgestattet, setzen viele Nutzer auch auf die Gesichtserkennung oder ihren Fingerabdruck als Authentifizierungsmöglichkeit. Diese Form der Anmeldung ist praktisch, da sie schneller durchzuführen ist.

Außerdem bietet sie den Vorteil, dass du dir kein Passwort merken musst (du musst dir jedoch eines für den Fall festlegen, dass die Erkennung nicht funktioniert oder um die Gesichtserkennung zu (de-)aktivieren).

Passwort

Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Authentifizierungsmöglichkeiten

Leider ist die Methode der Gesichtserkennung nicht immer sicher, weil die Frontkamera eines Tablets oder eines Laptops Schwächen aufweisen kann. So konnten Experten schon häufiger nachweisen, dass, wenn ein Raum zu dunkel ist, die Person eine Sonnenbrille aufhat oder wenn Haare ins Gesicht wehen, die Systeme und die Kamera schnell überfordert sind. Auch ein Foto des Nutzers kann die Kamera austricksen.

Sicherer ist es, den Fingerabdrucksensor zu verwenden, da hierbei nicht so schnell eine Manipulationsgefahr bestehen oder eine Schwachstelle des Systems auftreten kann. Auch hierbei gilt, dass du zusätzlich ein Passwort festlegen musst.

Sichere Passwörter

Achte bei Passwörtern darauf, dass sie individuell und komplex sind. Nutze bei Windows 11 nicht dasselbe Passwort, das du bereits bei zehn anderen Online-Konten verwendest. Ein Passwort-Manager kann dir helfen, für jedes deiner Konten, inklusive deines PCs, sichere Passwörter zu erstellen und diese in einem virtuellen Tresor abzuspeichern. Somit kannst du geräteübergreifend über den Passwort-Manager auf all deine Zugangsdaten zugreifen.

Seit Windows 8 kannst du für das Entsperren darüber hinaus das sogenannte Picture Password verwenden. Das heißt, für den gesperrten Bildschirm legst du ein Foto fest. Auf diesem musst du dann bestimmte Punkte in der richtigen Reihenfolge anklicken, um dein Gerät freizuschalten.

Zu guter Letzt gibt es noch den Sicherheitsschlüssel. Das ist eine kennwortfreie Anmeldemethode, die vorwiegend von Organisationen verwenden. Es erfordert, dass du über ein physisches Gerät verfügst, das nur du nutzt. Allgemein ist diese Art der Anmeldung am sichersten, aber bei Privatpersonen eher unüblich.

 

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