SEO ist eine Wissenschaft für sich: Es braucht Experten, um eine Webseite zu optimieren

Die richtige Vorarbeit für Top-Rankings: So gelingt ein SEO Audit!

Die Suchmaschinenoptimierung (auch: SEO) ist eine Disziplin im Online Marketing, die seit vielen Jahren sehr relevant ist. Ziel der SEO ist es, Reichweite in der organischen Suche von Google und anderen Suchmaschinen zu erzielen. Diese Reichweite soll zu Klicks führen, die wiederum in Leads und Sales konvertieren.

Auch wenn Google & Co propagieren, dass die Qualität der Inhalte das wichtigste Kriterium für eine gute Platzierung innerhalb der Suchergebnisse ist, muss eine Website auch technisch gewissen Anforderungen gerecht werden. Man veröffentlicht also idealerweise Content, der für Nutzer geschrieben wird, aber auch die Spielregeln der Suchmaschinen erfüllt.

Bevor eine SEO-Strategie festgelegt wird oder gar in die Umsetzung kommt, ist eine umfangreiche Bestandsaufnahme sinnvoll. Diesen Vorgang bezeichnet man als SEO Audit. Im Folgenden wird erklärt, was unter einem solchen SEO Audit verstanden wird und welche Schritte dabei typischerweise absolviert werden.

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Was ist überhaupt ein SEO Audit und welche Aspekte gehören dazu?

Ein SEO Audit ist eine umfassende Überprüfung und Analyse einer Website hinsichtlich ihres Standes der Suchmaschinenoptimierung. Das Hauptziel eines SEO Audits besteht darin, Potenziale zur Verbesserung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen wie Google zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln, um die Website in den Suchergebnissen zu optimieren.

Spannend zu sehen: Manche SEOs sind schon der Meinung, dass ein SEO Audit mithilfe von Künstlicher Intelligenz durchgeführt werden kann. In dem folgenden Video erklärt sein SEO-YouTuber seine Vorgehensweise, die natürlich nur beschränkt mit einer professionellen SEO-Analyse mithalten kann:

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Bleiben wir erstmal bei den Basics, denn ein SEO Audit ist immer noch viel manuelle Arbeit und nicht so einfach, wie manche KI-Hyper es uns sagen wollen. Und selbst wenn KI etwas Zeitaufwand abnehmen kann, ist das Know-How eines erfahrenen SEOs immer noch das Zünglein an der Waage. Bevor Sie nicht verstanden haben, was ein gutes SEO Audit ausmacht, sollten Sie nicht KI nutzen.

Ein SEO Audit gliedert sich in die Untersuchung verschiedener Aspekte auf, die bei der SEO von Relevanz sind:

  • Status der Onpage SEO
  • Status der Offpage SEO
  • Status der technischen SEO

Im Folgenden wird genauer auf die einzelnen Punkte eingegangen.

Eine stetige und genaue Analyse ist nötig, um die Webseitenzugriffe zu optimieren
Eine stetige und genaue Analyse ist nötig, um die Webseitenzugriffe zu optimieren

Status der Onpage SEO

Bei einem SEO Audit sollte man sich zuerst mit der eigenen Seite beschäftigen, denn hier hat man die meisten Veränderungsmöglichkeiten in der Hand und kann aktiv die größten Hebel in Bewegung setzen.

Der Onpage-Audit beginnt typischerweise damit, dass man sich alle URLs einer Seite ausgibt und anhand verschiedener Kriterien klassifiziert. Neben einer rein quantitativen Analyse (z.B. Anzahl Unterseiten, Wörter etc.) kann und sollte auch eine qualitative Untersuchung erfolgen, indem die Inhalte oder andere SEO-Kriterien bewertet werden.

Beispiele für zu untersuchende Kriterien:

  • Analyse von Meta-Tags (Titel, Beschreibung, etc.)
  • Überprüfung der URL-Struktur
  • Bewertung der Qualität und Relevanz des Website-Inhalts
  • Optimierung von Header-Tags (H1, H2, H3 usw.)
  • Prüfung der internen Verlinkung

Status der Offpage SEO

Die Offpage SEO beschreibt all das, was ein Seitenbetreiber nicht aktiv beeinflussen kann. Primär zählen hierzu Links und Erwähnungen auf anderen Seiten. Aber auch die Social Media Accounts, die wiederum etwas besser unter Kontrolle zu halten sind, können hier analysiert werden.

Der Offpage-Status einer Seite gibt (etwas vereinfacht ausgedrückt) an, über wie viel Reputation diese verfügt. Insofern kann die Planung von Onpage-Maßnahmen stark davon abhängen, was das Ergebnis des Offpage-Audits war.

Beispiele für zu untersuchende Kriterien:

  • Bewertung der Backlink-Qualität und -Quantität
  • Analyse von Social-Media-Aktivitäten und -Verknüpfungen
  • Berücksichtigung von sonstigen externen Verweisen und Erwähnungen

Status der technischen SEO

Wie bereits erwähnt, spielen auch technische Kriterien eine wichtige Rolle bei der Qualitätsbeurteilung durch Google & Co. Bei einem SEO Audit wird geprüft, ob eine Website bekannte Best Practices erfüllt und ob die Seite grundsätzlich so eingerichtet ist, dass Suchmaschinen sie finden können.

Es gibt gewisse Schnittmengen zur Onpage-Analyse, sodass viele technische Aspekte auch mit dem Content einer Website verknüpft sind. Beispielsweise wäre es ein großes Problem, wenn Suchmaschinen-Roboter davon abgehalten werden, bestimmte Beiträge zu indexieren. Allerdings kann dies je nach Art des Contents auch gewünscht sein.

Beispiele für zu untersuchende Kriterien:

  • Überprüfung der Website-Geschwindigkeit und Ladezeiten
  • Analyse der Mobilfreundlichkeit
  • Prüfung von XML-Sitemaps und Robots.txt-Dateien
  • Sicherstellung einer korrekten Indexierung durch Suchmaschinen

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Wie viel Zeit sollte für ein SEO Audit eingeplant werden?

Die Dauer eines SEO Audits kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Größe der Website, dem Umfang der zu prüfenden Seiten, der Komplexität der SEO-Strategie und den Zielen des Audits.

In der Regel kann ein grundlegendes SEO Audit für eine kleine Website wenige Tage in Anspruch nehmen, während für größere und komplexere Websites mehr Zeit erforderlich sein kann, manchmal sogar mehrere Wochen.

Dabei muss beachtet werden, dass ein SEO Audit zeitlich vor größeren SEO-Maßnahmen erfolgen sollte, damit nicht im Blackbox-Modus gearbeitet wird, sondern die Strategie auf Basis einer fundierten Analyse konzipiert wird.

Tools für ein SEO Audit: Was kommt in den Werkzeugkoffer?

Quelle: https://unsplash.com/de/fotos/3n3Or1UMnVQ

Es gibt verschiedene Tools, die bei einem SEO Audit eingesetzt werden können, um unterschiedliche Aspekte der Website-Analyse zu unterstützen und das SEO Audit zu vereinfachen:

  • Screaming Frog: Ein Crawler-Tool, das Websites durchsucht und detaillierte Informationen zu SEO-relevanten Aspekten wie Metadaten, Überschriften, URLs und internen Verlinkungen liefert. Perfekt für einen ersten Eindruck.
  • Google Search Console: Ein kostenloses Tool von Google, das dabei hilft, die Leistung ihrer Website in den Google-Suchergebnissen zu überwachen und zu verbessern. Es bietet Informationen zu Indexierung, Crawl-Fehlern und Suchanfragen.
  • Google Analytics: Ein umfassendes Webanalyse-Tool, das detaillierte Einblicke in den Website-Traffic, Benutzerverhalten, Conversion-Raten und mehr bietet. Auf diese Weise kann nachvollzogen werden, wie sich organische Besucher auf der Seite verhalten und ob der Traffic auch konvertiert.
  • Ahrefs: Ein leistungsstarkes Tool für die Backlink-Analyse, Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse und Rank-Tracking. Sehr gut für die Offpage-Analyse geeignet.
  • Sistrix: Ein Tool, das SEOs hilft, die Sichtbarkeit ihrer Websites in den Suchmaschinen zu überwachen. Es bietet umfassende Daten zu Keywords und ermöglicht einen sehr einfachen Vergleich mit den Wettbewerbern.
  • PageSpeed Insights: Ein Tool von Google, das die Ladezeiten von Webseiten analysiert und Empfehlungen zur Verbesserung der Seitengeschwindigkeit gibt. Dies ist wichtig für die Benutzererfahrung und damit auch für das SEO-Ranking.

Tools alleine reichen aber natürlich nicht aus, um ein SEO Audit durchzuführen. In erster Linie kommt es auf die Expertise des SEOs an, der das Audit durchführt. Arbeitet man mit einer Agentur oder zusammen, ist zudem in der Regel sichergestellt, dass die Tools nicht extra bezahlt werden müssen, weil sie ohnehin bei der Agentur im Einsatz sind.

Agentur, Freelancer oder Inhouse: Wer sollte das SEO Audit durchführen?

Die Entscheidung, ein SEO Audit selbst durchzuführen, es inhouse umzusetzen, einen Freelancer zu beauftragen oder eine Agentur einzuschalten, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

SEO Audit persönlich durchführen

Die persönliche Durchführung des SEO Audits durch Sie als Geschäftsführer bzw. Inhaber ist geeignet für kleinere Websites mit begrenztem Budget und wenn Sie über ausreichende SEO-Kenntnisse verfügen.

  • Vorteile: Kostenersparnis, direkte Kontrolle über den Prozess, tieferes Verständnis der eigenen Website
  • Nachteile: Erfordert umfassendes Wissen und Erfahrung, zeitintensiv, kann zu Fehleinschätzungen führen

Hinweis: Wie bereits angesprochen sollte man nicht einfach auf KI setzen, um ein SEO Audit durchzuführen, wenn man von der Materie ansonsten wenig Ahnung hat.

SEO Audit im Team inhouse durchführen

Die Durchführung des SEO Audits im Inhouse-Team ist sinnvoll für mittelgroße bis große Unternehmen mit einem spezialisierten internen Team und ausreichendem Budget für Schulungen und weitere Ressourcen.

  • Vorteile: Internes Team kennt die Website gut, kontinuierliche Überwachung und Anpassung möglich, direkte Kommunikation
  • Nachteile: Erfordert spezialisierte Mitarbeiter, die auch andere Aufgaben haben können, begrenzte externe Perspektiven, höhere interne Kosten

Freelancer für SEO Audit beauftragen

Die Zusammenarbeit mit einem Freelancer für ein SEO Audit ist eine gute Wahl für kleinere Unternehmen mit begrenztem Budget, die dennoch auf spezialisierte Fähigkeiten zurückgreifen möchten.

  • Vorteile: Flexibilität in Bezug auf Ressourcen, spezialisierte Fähigkeiten, möglicherweise kosteneffizienter als eine Agentur
  • Nachteile: Abhängigkeit von einem Einzelnen, begrenzte Verfügbarkeit, möglicherweise weniger umfassende Ressourcen als eine Agentur

Agentur für SEO Audit beauftragen

Diese Vorgehensweise ist ideal für Unternehmen aller Größen, die auf die Expertise eines erfahrenen Teams zugreifen und die Verantwortung für das SEO Audit in externe Hände legen möchten.

  • Vorteile: Zugang zu einem Team von Experten, breites Spektrum an Fähigkeiten, Erfahrung aus verschiedenen Branchen, Zeitersparnis
  • Nachteile: Höhere Kosten im Vergleich zu einem Freelancer, dabei aber möglicherweise weniger spezifisches Wissen über die eigene Branche

SEO Audit vs. SEO Monitoring – was ist der Unterschied?

Wer erfolgreich Suchmaschinenoptimierung betreiben möchte, muss im Blick haben, wie sich seine Seite entwickelt. Ein SEO Audit ist eine sehr tiefe Analyse, die viel Ressourcen in Anspruch nimmt und daher nicht ständig durchgeführt werden soll. Dann fehlt das SEO-Budget wieder an anderer Stelle.

Bei einem SEO Monitoring geht es hingegen eher um eine dauerhafte und regelmäßige Überwachung bestimmter Kennzahlen. Hierbei ist es weniger von Relevanz, neue Dinge herauszufinden, sondern eher eine Bestätigung dafür zu erhalten, dass man auf Kurs bleibt.

Ein SEO Monitoring kann aber auch als Frühwarnsystem fungieren, das anzeigt, wenn gewisse Dinge sich nicht so entwickeln, wie geplant. In Konsequenz kann es dann irgendwann wieder nötig werden, ein neues SEO Audit durchzuführen, um zu prüfen, wie sich der Status der Website entwickelt hat.

Behält man die Form und Vorgehensweise konstant bei, lassen sich SEO Audits auch gut im Zeitverlauf oder auch über Projekte hinweg vergleichen. Das hilft bei der Auswertung der Daten und sorgt für mehr Erkenntnisgewinn.

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Miserabler SEO Audit: Ein Grund zur Panik?

Es gibt zahlreiche Tools, mit denen man einen Quick-Check durchführen kann und einen ersten Eindruck zum SEO-Status seiner Seite erhält. Allerdings sind diese Tools natürlich nicht von Google persönlich, sondern sie orientieren sich nur daran, was die Tool-Anbieter für richtig halten.

Dennoch sollten die Alarmglocken schrillen, wenn ein SEO-Tool einen niedrigen Score ausgibt. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Gründen dafür nachzugehen. Typische Probleme sind z.B. Fehler in der Überschriften-Struktur, schlechte Ladezeiten oder Duplicate Content.

Doch ist das alles so ein Drama? Google selbst hat in der Vergangenheit angedeutet, dass keine Website auf der Welt perfekt sein kann, auch wenn sich die Guidelines so lesen, als würde dies von Webmastern erwartet werden.

Werden in einem SEO Audit eklatante Mängel aufgedeckt, sollte gehandelt werden. Es darf aber auch kein blinder Aktionismus entstehen. Haben Sie beispielsweise veralteten oder fehlerhaften Content auf Ihrer Seite gefunden, sollten Sie diesen nicht einfach löschen, weil dieser vielleicht wichtig in der internen Struktur ist oder viele externe Links erhalten hat.

Je größer eine Website ist, desto mehr Fehler schleichen sich ein. Moderne Suchmaschinen haben sich aber längst weiterentwickelt und können beispielsweise Zusammenhänge zwischen Seiten besser erkennen. Es ist also unter anderem nicht mehr nötig, die komplette URL-Struktur umzustellen, nur weil man ein paar Dinge am Design der Website verändert hat. Die interne Verlinkung soll für Google zum Beispiel wichtiger sein als Hierarchien in der URL, die mit Slashes impliziert werden.

Die meisten Fehler in der SEO passieren bei großen Relaunches. Schlecht ist, wenn vor einem Relaunch kein SEO Audit durchgeführt wird. Nicht viel besser ist es aber, wenn aus deinem SEO Audit Maßnahmen abgeleitet werden, die hektisch umgesetzt werden und die Situation verschlimmbessern.

Fazit zum SEO Audit und ein abschließender Rat für alle Seitenbetreiber

Es dürfte also klar geworden sein, dass ein SEO Audit ein wichtiger Baustein ist, um die strategische Ausrichtung einer Website in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung festzulegen.

Allerdings ist viel Expertise erforderlich, um einerseits ein SEO Audit durchzuführen und andererseits daraus die richtigen Schlüsse abzuleiten, auch wenn es bereits erste Gerüchte darüber gibt, man könne ein vollwertiges SEO Audit nur mit ChatGPT & Co durchführen.

Bei der ganzen Liebe zur Analyse von Daten sollte auch beachtet werden, dass Google & Co nichts von Ihren Arbeiten im “Maschinenraum” mitbekommen. Für Suchmaschinen ist das, was die Crawler entdecken, relevant für die Bewertung einer Seite.

Strategische Überlegungen im Hintergrund sind wichtig, um gute Inhalte zu erstellen und eine Seite SEO-technisch voranzubringen,  aber man muss auch in die Umsetzung kommen, denn nur das hat am Ende einen Einfluss.

Deshalb sollte man sowohl bei der Zusammenarbeit mit Agenturen und Freelancern als auch bei einer internen Umsetzung die meisten Ressourcen in die Erstellung von Inhalten und die Verbesserung der Reputation einer Seite investieren.

 

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