Sicherer USB-Stick mit Hardware-Verschlüsselung

von | 01.01.2019 | Hardware, Mobility, Tipps

Datenträger unterwegs: Eine endlose Geschichte. Während ihr das Notebook oder Tablet verschlüsselt und somit auch bei Diebstahl oder Verlust nur den finanziellen Verlust der Hardware verschmerzen müsst, ist die Situation bei mobilen Datenträgern deutlich kritischer.

Sie sind klein, leicht eingesteckt und meist ungeschützt, so dass der Verlust schnell zu einem Datenschutz-GAU wird. In Zeiten der DSGVO und deren Bußgeldrahmen im nicht privaten Bereich ein Thema, über das man sich definitiv Gedanken machen sollte. Erst 2025 verhängte die Berliner Datenschutzbehörde Millionen-Bußgelder wegen unverschlüsselter Datenträger.

Es müssen nicht immer große Festplatten sein, um Daten per Hardware verschlüsselt sichern zu können, wie iStorages datAshur PRO zeigt. Ab EUR 89,- bekommt man einen USB-Stick mit einer Hardwaretastatur – mittlerweile auch als USB-C-Version verfügbar.

Zugang zu den Daten nur nach Code-Eingabe

Auf den ersten Blick findet man einen USB-Stick in einer Aluhülle, also nichts Besonderes. Versucht man diesen aber zur Verwendung aus der Hülle zu entnehmen, dann überrascht er mit einer Tastatur, die direkt in den Stick integriert ist.

Das Verfahren ist einfach: Schlüsseltaste drücken, dann den Code eingeben, dann wieder die Schlüsseltaste drücken, und schon wechselt die LED am Stecker-Ende von Rot auf Grün und der Stick ist verwendbar. Allerdings dürfen zwischen Entsperren und Verbinden mit dem PC nicht mehr als 30 Sekunden vergehen, sonst sperrt der datAshur sich automatisch. Ebenso geschieht es, wenn der Stick entnommen wird. So wird sichergestellt, dass kaum ein Missbrauch möglich ist.

Die PIN des datAshur ist natürlich nicht fest vorgegeben. Auch wenn im Standard 11223344 zum Ziel führt, die User-PIN kann geändert werden.

Dabei werden sowohl Sicherheitsanforderungen an die PIN gestellt (keine Wiederholungen von Ziffern, keine auf- oder absteigenden Reihen) als auch die Möglichkeit von alphanumerischen PINs eingeräumt: Wie bei einem Tastentelefon befinden sich auf den Zifferntasten jeweils drei bis vier Buchstaben, aus denen man sich ein Wort zusammensetzen kann. andreas wäre dann beispielsweise 2-6-3-7-3-2-7.

Auch für den Einsatz von mehreren Sticks (ob nun als Firma oder privat) ist vorgesorgt: Neben der User-PIN, die für jeden Stick separat vergeben und geändert werden kann, kann auch noch eine Admin-PIN vergeben werden: Diese entschlüsselt den datAshur ebenso. Hat ein Benutzer seine User-PIN vergessen, kann der Admin immer noch an die Daten und diese retten.

Hardware-Verschlüsselung schlägt Software-Lösungen

Warum überhaupt Hardware-Verschlüsselung? Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass die Verschlüsselung komplett unabhängig vom verwendeten System funktioniert. Während Software-Verschlüsselung wie BitLocker oder VeraCrypt auf dem jeweiligen Betriebssystem angewiesen ist und potentiell durch Malware oder Keylogger kompromittiert werden kann, arbeitet die Hardware-Verschlüsselung des datAshur völlig autark.

Der integrierte Krypto-Prozessor verwendet AES-256-Bit-Verschlüsselung in XTS-Modus – derselbe Standard, den auch Geheimdienste verwenden. Selbst mit Quantencomputern wäre diese Verschlüsselung noch für Jahre unknackbar.

Mehr als nur ein sicherer USB-Stick

Der datAshur PRO bietet noch weitere Sicherheitsfeatures: Nach zehn falschen PIN-Eingaben löscht sich der Stick automatisch und macht die Daten unwiederbringlich. Für Unternehmen gibt es zusätzliche Verwaltungsfunktionen, mit denen IT-Administratoren zentral PIN-Richtlinien durchsetzen können.

Die aktuelle Generation ist nicht nur schneller geworden (USB 3.2 mit bis zu 400 MB/s), sondern auch robuster. Der Stick übersteht Stürze aus zwei Metern Höhe und ist nach IP56-Standard staub- und spritzwassergeschützt.

Alternativen am Markt

Mittlerweile gibt es weitere Anbieter verschlüsselter USB-Sticks mit Hardware-Tastatur. Kingston bietet mit dem IronKey VP80ES eine Alternative ab etwa 120 Euro, Apricorn punktet mit dem Aegis Secure Key 3NX um die 150 Euro. Allen gemeinsam ist die Hardware-basierte AES-Verschlüsselung und die PIN-Eingabe direkt am Gerät.

Der datAshur bleibt jedoch der Preis-Leistungs-Sieger, zumal iStorage regelmäßig Updates der Firmware bereitstellt und sogar eine Variante mit biometrischem Fingerabdruck-Scanner im Portfolio hat.

Fazit: Sicherheit hat ihren Preis

Für unter 100 Euro bekommt ihr mit dem datAshur PRO einen USB-Stick, der militärische Sicherheitsstandards erfüllt. Das mag zunächst teuer erscheinen, ist aber angesichts möglicher DSGVO-Strafen von bis zu 4% des Jahresumsatzes ein Schnäppchen. Auch für Privatleute, die sensible Daten transportieren, lohnt sich die Investition. Denn eines ist sicher: Ein verlorener unverschlüsselter USB-Stick kann richtig teuer werden.

Zuletzt aktualisiert am 06.03.2026