Webseiten empfehlen: Einfach per QR-Code

von | 04.01.2023 | Android, Internet, iOS, Surftipp

Ihr wollt eine Webseite empfehlen, aber möglichst wenig Aufwand beim Empfänger haben? Wir zeigen Euch, wie das mit wenig Aufwand geht!

Webseite automatisch übersetzen

Bevor Ihr eine Webseite teilt, solltet Ihr sie erst einmal darauf überprüfen, ob der Empfänger damit etwas anfangen kann. Besonders häufig stellt sich da die Sprachbarriere: Eine englische Webseite nutzt demjenigen wenig, der kein Englisch kann. Der Hinweis auf eine Übersetzerseite ist hilfreich, bedeutet aber manuellen Aufwand. Teilt die Adresse der Webseite doch gleich übersetzt:

  • Ruft den Google Übersetzer auf.
  • Klickt oben in der Symbolleiste auf Websites.
  • Gebt im Eingabefeld die URL der Webseite ein.
  • Über dem Eingabefeld könnt Ihr links die Quellsprache festlegen, hier reicht im Normalfall Sprache erkennen. Google analysiert die Seite und findet die Sprache des Inhalts selbst heraus.
  • Oben rechts könnt Ihr die Zielsprache festlegen. In diese Sprache wird die Webseite dann automatisch übersetzt.
  • Klickt auf den Pfeil nach rechts, dann zeigt Euer Browser Euch die übersetzte Webseite an. Ihr könnt die Adresse aus der Adressleiste des Browsers kopieren und weitergeben: Die enthält die Übersetzung bereits.

Alternativ funktioniert das auch direkt im Chrome-Browser: Öffnet einfach eine fremdsprachige Seite und klickt auf das Übersetzen-Symbol in der Adressleiste. Chrome übersetzt die Seite automatisch und Ihr könnt die übersetzte Version teilen.

URLs kürzen – die wichtigsten Services 2026

Die Herausforderung bei längeren Internetadressen: Sie sind kaum fehlerfrei abtippbar. Wenn Ihr dann auch noch eine Übersetzung habt vornehmen lassen, dann befinden sich so viele Sonderzeichen in der Adresse, dass es noch schwieriger wird. Die Lösung: Ein URL-Shortener, ein Service, der aus der langen Adresse eine kurze macht:

  • Ruft die Internetseite von ShortURL auf.
  • Kopiert die zu kürzende URL in das Eingabefeld und klickt dann auf Shorten URL.
  • Ihr bekommt nun eine neue Adresse angezeigt, die mit shorturl.at beginnt und dahinter nur 5 Zeichen hat.
  • Klickt auf Copy URL, um die gekürzte Adresse in die Zwischenablage zu kopieren oder teilt sie über die Symbole am unteren Bildschirmrand.
  • Die so gekürzte Internetadresse könnt Ihr beispielsweise auch in Präsentationen nutzen, denn sie ist leicht abtippbar.

Weitere bewährte URL-Shortener sind bit.ly, tinyurl.com und t1p.de. Bit.ly bietet sogar Statistiken zu Euren geteilten Links – praktisch, wenn Ihr wissen wollt, wie oft Eure Empfehlung angeklickt wurde.

Webseiten als QR-Code weitergeben

Noch einfacher könnt Ihr die Adresse einer Webseite durch einen QR-Code weitergeben. Dazu gibt es Dienste, die aus einer URL eine von jedem Smartphone zu scannende Grafik erzeugen.

  • Ruft die Webseite von QR.io in Eurem Browser auf.
  • Klickt in der Symbolleiste auf Link.
  • Fügt die Internetadresse bei Submit URL ein.
  • Der QR-Code links neben dem Eingabefeld ändert sich während Ihr tippt.
  • Um die Grafik herunterladen zu können, klickt auf Download PNG, dann müsst Ihr Euch einmalig anmelden. Wenn Ihr das nicht wollt, macht einfach mit dem Snipping Tool ein Bildschirmfoto vom QR-Code!
  • Sowohl Android als auch iOS erkennen über die Kamera-App den Code und umranden ihn. Tippt auf den Rahmen im Kamerabild, dann öffnet sich die Webseite direkt im Browser.

QR-Codes direkt vom Smartphone erstellen

Mittlerweile könnt Ihr QR-Codes auch direkt auf Eurem Smartphone erstellen. Bei iPhones geht das über die Shortcuts-App: Sucht nach „QR-Code“ und erstellt einen Shortcut, der aus jeder geteilten URL automatisch einen QR-Code macht. Android-Nutzer finden in Chrome eine eingebaute Funktion: Öffnet eine Webseite, tippt auf das Teilen-Symbol und wählt „QR-Code“.

Moderne Alternativen: AirDrop und Nearby Share

Wenn Ihr direkt neben der Person steht, der Ihr eine Webseite empfehlen wollt, sind QR-Codes fast schon Overkill. Apple-Nutzer können AirDrop verwenden: Öffnet die gewünschte Webseite in Safari, tippt auf das Teilen-Symbol und wählt den Empfänger aus der AirDrop-Liste.

Android-User haben mit „Nearby Share“ (früher Android Beam) eine ähnliche Funktion. Aktiviert Nearby Share in den Einstellungen, öffnet die Webseite in Chrome und teilt sie über das Teilen-Menü mit nahegelegenen Geräten.

Social Media Integration nutzen

Bei der Weiterempfehlung von Webseiten solltet Ihr auch die sozialen Medien nicht vergessen. Die meisten modernen Websites haben Open Graph Meta-Tags integriert, die dafür sorgen, dass Links auf Facebook, Twitter, LinkedIn und Co. mit ansprechenden Vorschaubildern und Beschreibungen angezeigt werden.

Wenn Ihr eine Webseite in WhatsApp, Telegram oder Signal teilt, wird automatisch eine Vorschau generiert. Das macht Eure Empfehlung viel attraktiver als ein nackter Link.

Browser-Extensions für Power-User

Für alle, die regelmäßig Webseiten weiterempfehlen, gibt es praktische Browser-Extensions. „QR Code Generator“ für Chrome erstellt mit einem Klick QR-Codes für die aktuelle Seite. „Copy as Markdown“ konvertiert Links automatisch in verschiedene Formate – praktisch für Blogger und Content-Ersteller.

Die Extension „Social Share“ fügt jedem Browser-Tab Buttons für alle wichtigen Plattformen hinzu. So könnt Ihr mit zwei Klicks eine interessante Seite auf Twitter, LinkedIn oder per E-Mail teilen.

Fazit: Der richtige Weg für jede Situation

Die Wahl der richtigen Methode hängt von der Situation ab: QR-Codes sind perfekt für Präsentationen oder wenn Ihr jemandem schnell eine URL zeigen wollt. URL-Shortener eignen sich für E-Mails oder gedruckte Materialien. Die automatische Übersetzung ist Gold wert, wenn Ihr internationale Inhalte teilen möchtet.

Das Wichtigste: Denkt immer an den Empfänger. Eine übersetzte, gekürzte URL mit QR-Code als Alternative zeigt, dass Ihr Euch Gedanken gemacht habt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass Eure Empfehlung auch wirklich angeklickt wird.

Zuletzt aktualisiert am 19.02.2026