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Warum KI „gefährlicher als Atomwaffen“ (Elon Musk) sein soll

13.03.2018 | Von Jörg Schieb

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Elon Musk riskiert gerne schon mal eine große Lippe. Als erfolgreicher Unternehmer der Tech-Szene nimmt man ihm das nicht übel – zumal er häufig Recht behält. Gerne äußert sich Elon Musk auch zum Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI). Hier tritt Musk vor allem als Warner in Erscheinung, wie gerade auf dem Festival SXSW (South by Southwest).

„Künstliche Intelligenz“ (KI) sei „viel gefährlicher als Atomwaffen“, gab Musk auf der SXSW-Konferenz in Texas zum Besten. Nicht das erste Mal, dass der Unternehmer vor den möglichen Risiken von KI warnt. Nicht, weil KI-Systeme den Weltuntergang bedeuten, sondern: Weil man nicht, wie sie sich beherrschen lassen und was solche Systeme eigentlich machen.

Aufsichtsbehörde für KI

Musk ist durchaus auch selbst im Bereich KI unterwegs – allerdings ist das weder sein Steckenpferd, noch seine Kernkompetenz. Es lohnt sich aber dennoch, über seine mahnenden Worte nachzudenken. Denn ansonsten wird in Forschung, Wissenschaft und vor allem Industrie über Künstliche Intelligenz immer nur in den höchsten Tönen gesprochen.

Zu Unrecht. Zweifellos birgt KI ein enormes Potenzial. Aber wie bei allem, was Möglichkeiten bietet, droht auch hier Missbrauch. Denn wer will sicherstellen, dass KI nur für „gute“ Zwecke eingesetzt wird, wenn sich niemand diese KI anschauen kann?

Musk fordert deshalb – sehr untypisch für einen US-Amerikaner – eine Regulierung von KI. Quasi eine Behörde, die sich anschaut, was ein KI-System denn überhaupt macht, welcher Zweck verfolgt wird und welche Risiken drohen. Eine vollkommen angemessene Forderung.

Denn jeder, der sich mit KI beschäftigt, weiß: KI-Systeme sind schwer bis gar nicht zu beherrschen. Es ist immer schwer zu sagen, wie sie sich entwickeln. Und erst recht, welchem Zweck sie dienen. Wenn KI-Systeme Lösungen für medizinische Probleme finden: Wunderbar. Wenn sie helfen, Konsumenten noch stärker zu durchleuchten: Alarmglocken!

Elon Musk warnt auf der South by Southwest Conference & Festivals in Austin, Texas, vor KI

Auch Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz

Dazu passt, dass sich auch Verbraucherschützer mittlerweile des Themas annehmen. In Berlin wurde nun mehr Transparenz bei KI-Systemen gefordert. Es gehe nicht an, dass KI über die Vergabe von Bankkrediten entscheide, Fahrzeuge autonom steuere oder uns beim Onlineshopping beobachte, ohne dass wir davon wüssten.

In der Tat: Niemand von uns weiß, wann KI zum Einsatz kommt. Niemand kennt den Zweck. Und schon gar nicht die Algorithmen. Auf jeder Nudelpackung muss alles bis in Kleinste deklariert werden – KI-Systeme operieren im Verborgenen.

Es geht nicht darum, die Angst vor KI anzuheizen. Es geht allerdings darum, die Chancen und Risiken abzuwägen. Transparenz ist fast immer richtig und gut. Doch wie Onlinedienste arbeiten, welche Systeme zum Einsatz kommen, nach welchen Mustern Entscheidungen gefällt werden – der Verbraucher erfährt nichts, kann weder zustimmen noch ablehnen. Das kann definitiv nicht so bleiben, denn es führt zwangsweise in eine Diktatur der Algorithmen.




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