Tipps für bessere Fotos mit dem Smartphone

Tipps für bessere Fotos mit dem Smartphone

Das Smartphone ist Eure Immer-dabei-Kamera. Auch wenn Ihr meist Schnappschüsse macht, könnt Ihr Einstellungen beeinflussen. Wir zeigen Euch, was dabei  wichtig ist!

Die Kamera ist bei einem Foto nur einer der Faktoren, die das Endergebnis bestimmen. Auch mit einer Smartphone-Kamera der Mittelklasse könnt Ihr tolle Fotos machen. Vor allem dann, wenn Ihr manchmal von den Standardeinstellungen abweicht. Dazu solltet Ihr entweder den Profi Modus bei Android aktivieren oder bei einem iPhone die App ProCam installieren.

Tipps für bessere Fotos mit dem Smartphone

Die technischen Werte

Die Blende: Je größer die Öffnung im Objektiv ist, desto mehr Licht kann einfallen. Wenig logisch: Je kleiner die Öffnung, desto größer der Blendenwert. Viele Smartphone-Kameras haben eine feste Blende von f2.8, bekommen also viel Licht auf den Sensor. Verstellbare Blenden haben meistens nur die klassischen Digitalkameras.

Die Einstellung der Blende unter anderem auch Auswirkungen auf die Schärfentiefe. Je größer der Blendenwert ist, desto größer ist der Bereich, der scharf dargestellt wird. Das ist wichtig, wenn Ihr das Motiv gleichmäßig scharf haben wollt. Bei einem kleinen Blendenwert ist das schwieriger zu erreichen.

Die Verschlusszeit: Diese regelt, wie lange der virtuelle Film (der Sensor der Kamera/des Smartphones) Licht bekommt. Die Verschlusszeit hat vor allem bei bewegten Objekten Auswirkungen. Am Beispiel eines Wasserstrahls: Bei kurzer Verschlusszeit erkennt Ihr einzelne Tropfen, bei längerer Verschlusszeit den Wasserstrahl als Ganzes. Bei Fotos von sich bewegenden Objekten entsteht bei längerer Belichtungszeit eine Bewegungsunschärfe, die durchaus als künstlerischer Effekt genutzt werden kann.

Auch für Nachaufnahmen ist die Verschlusszeit entscheidend: Detail-Fotos vom Mond – der ja sehr hell ist – gelingen nur mit ganz kurzer Verschlusszeit, Aufnahmen der Sternenhimmels nur mit langer.

Die Verschlusszeit lässt sich auch bei den meisten Smartphones manuell verändern, bei Digitalkameras dann, wenn Ihr den automatischen Modus ausschaltet.

Der ISO-Wert: Früher ein Qualitätsmerkmal für die Empfindlichkeit der Filme at der ISO-Wert hat er auch bei Digitalkameras seinen Sinn: Je höher der Wert, desto mehr reduziert sich die notwendige Belichtungszeit. Das hat allerdings auch Auswirkungen auf die Bildqualität, das Rauschen des Bildes nimmt mit höherem ISO-Wert zu. Auch der ISO-Wert lässt sich manuell auf den meisten Smartphones und Digitalkameras einstellen.

Ihr merkt schon: Viele manuelle Einstellungen, die natürlich auch Wechselwirkungen haben. Am Beispiel des Mondfotos: Die Verkürzung der Belichtungszeit reicht nicht aus, wenn Vollmond am klaren Himmel fotografiert werden soll, der Mond ist so hell, dass er auch bei der kürzesten Belichtungszeit noch grell und ohne Details aufgenommen wird. Wenn Ihr dazu aber noch den ISO-Wert reduziert, den virtuellen Film also unempfindlicher macht, dann gelingt ein tolles Foto auch mit einem Smartphone.

Probiert mit den Einstellungen in verschiedenen Situationen, um Erfahrungen zu gewinnen. Wenn Ihr spezielle Fotos machen wollt, dann findet Ihr im Internet eine Vielzahl von Artikeln, die Euch einen Überblick geben welchen Wert Ihr in welche Richtung verändern müsst!

Das Motiv: Auswahl und Schärfe

Die beste Optik, die professionellsten Einstellungen nützen wenig, wenn das Motiv das nicht hergibt. Das hat zwei Dimensionen: Zum einen ist die Auswahl des Motivs wichtig. Was lohnt sich, zu fotografieren, und was nicht? Wie groß ist das Motiv im Bildausschnitt? Wo im Bild befindet es sich?

Eine pauschale Einschätzung ist schwer, einige Tipps, die auch auf einem Smartphone leicht umsetzbar sind, können wir Euch aber geben:

  • Verwendet den Goldenen Schnitt für die Position von Objekten: Teilt Euch im Kopf den Bildschirm in drei horizontale und drei vertikale Bereiche auf. Objekte sollten immer an den Schnittpunkten der Linien sein. Das hat etwas mit der realistischen Darstellung zu tun: Es wirkt authentischer, wenn das Objekt nicht genau in der Mitte ist, sondern ein wenig davon abweichend.
  • Stellt sicher, dass das Motiv scharf ist. Die meisten Smartphone-Kameras erlauben es, durch Antippen auf dem Bildschirm das Objekt festzulegen, das scharf gestellt wird.
  • Haltet die Kamera ruhig, um Verwacklungen zu vermeiden.
  • Haltet die Kamera gerade. Vor allem bei Schnappschüssen geht das leicht unter. Auch wenn der schiefe Horizont im Hintergrund nicht schadet, der Betrachter merkt das aber trotzdem.
15585

Jede Woche kostenlos per Mail

15856

KOSTENLOS: NEWSLETTER MIT TIPPS

Scroll to Top