Signal als sicherer Messenger – auch auf PC und Mac

von | 27.12.2022 | Android, iOS, Social Networks

Signal als Messenger hat sich 2024 und 2025 weiter etabliert und zeigt konstantes Wachstum. Während WhatsApp nach wie vor marktführend ist, setzen immer mehr Nutzer auf den sicherheitsorientierten Messenger – besonders nach den jüngsten Datenschutzdiskussionen um Meta.

Viele Anwender sind mittlerweile vorsichtig geworden: WhatsApp mag der verbreitetste Messenger-Dienst sein, spätestens seit der Übernahme durch Meta (ehemals Facebook) haben aber viele Anwender ein schlechtes Gefühl bei der Nutzung. Vor allem dann, wenn es um vertrauliche Informationen geht. Diese landen weiterhin auf den Meta-Servern und für den Benutzer besteht folglich wenig Transparenz, was damit geschieht.

Warum Signal 2026 noch relevanter wird

Bisher scheiterten andere Anbieter daran, dass sie zum einen eine sichere Infrastruktur schaffen und auf der anderen Seite genug Anwender von ihrem Produkt überzeugen mussten. Der beste Messenger bringt nichts, wenn er von zu wenig Menschen genutzt wird!

Signal hat diesen Spagat geschafft. Vor allem dadurch, dass die Sicherheitsmechanismen deutlich transparenter sind: Alle Kommunikation wird auf dem Gerät des Senders bereits verschlüsselt und auf dem Gerät des Empfängers erst wieder entschlüsselt. Die Daten laufen damit zwar über die Signal-Server, sind dort aber nicht lesbar. 2025 hat Signal zudem Post-Quantum-Kryptographie implementiert – ein wichtiger Schritt für langfristige Sicherheit gegen zukünftige Quantencomputer-Angriffe.

Besonders nach den EU-Regulierungen des Digital Services Act und Digital Markets Act haben sich viele Nutzer bewusst für datenschutzfreundliche Alternativen entschieden. Signal profitiert hier von seinem Non-Profit-Status und der quelloffenen Entwicklung.

Desktop-Apps deutlich verbessert

Die Kommunikation über das Smartphone trägt der Tatsache Rechnung, dass ihr viel unterwegs seid und erreichbar sein wollt. Wenn ihr aber am PC sitzt, dann ist es deutlich bequemer, auch die große Tastatur nutzen zu können. Wer WhatsApp nutzt, der denkt sofort an die dort angebotene Web-Version. Signal hat 2024 und 2025 massiv in seine Desktop-Apps investiert – diese sind mittlerweile vollwertige Clients mit nahezu allen Smartphone-Funktionen.

Die Desktop-Apps für Windows, macOS und Linux haben inzwischen folgende Features erhalten:

  • Vollständige Synchronisation des Nachrichtenverlaufs (endlich!)
  • Story-Funktion auch am Desktop
  • Verbesserte Dateienfreigabe mit Drag & Drop
  • Integrierte Videoanrufe in besserer Qualität
  • Reaktionen und Threads werden vollständig unterstützt
  • Dark Mode und anpassbare Themes

So richtet ihr Signal am Computer ein

  • Ladet die Desktop-App hier herunter (für Windows, macOS oder Linux)
  • Beim ersten Start zeigt diese euch einen QR-Code an, den müsst ihr auf dem Smartphone, das das primäre Gerät für Signal ist, scannen.
  • Dazu tippt auf euer Kontobild > Einstellungen > Gekoppelte Geräte > Neues Gerät koppeln.
  • Richtet den QR-Code vom Bildschirm in der Kameraansicht aus, dann wird die App mit eurem Signal-Konto verknüpft.
  • Gebt dem Gerät einen Namen, dann könnt ihr es später in der Signal-App identifizieren und gegebenenfalls auch gezielt wieder löschen (was bei WhatsApp nicht so einfach geht!).
  • Bei der macOS-Version müsst ihr einmal auf die erscheinende Benachrichtigungsblase klicken und dann Mitteilungen erlauben.
  • Neu seit 2024: Aktiviert in den Einstellungen die Option „Nachrichtenverlauf synchronisieren“, dann werden auch ältere Gespräche übertragen.

Wichtige Sicherheitseinstellungen optimieren

Signal ist standardmäßig sehr sicher, aber ein paar Einstellungen solltet ihr trotzdem prüfen:

  • Verschwindende Nachrichten: Aktiviert diese für sensible Gespräche. Nachrichten werden dann automatisch gelöscht.
  • Bildschirmsperre: In den Datenschutzeinstellungen könnt ihr eine zusätzliche PIN für Signal festlegen.
  • Gelesen-Bestätigungen: Entscheidet bewusst, ob ihr anderen zeigen wollt, wann ihr Nachrichten gelesen habt.
  • Backup: Erstellt regelmäßig lokale Backups eurer Chats – Signal speichert nichts in der Cloud.

Signal vs. Konkurrenz 2026

Während Telegram zwar mehr Features bietet, ist es bei weitem nicht so sicher verschlüsselt. WhatsApp hat zwar Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, aber Meta sammelt trotzdem Metadaten. Threema kostet Geld und hat weniger Nutzer. Signal trifft 2026 den Sweet Spot: kostenlos, sicher und mit genug Nutzern für den Alltag.

Besonders praktisch: Signal unterstützt jetzt auch Username statt Telefonnummern – ihr müsst eure Handynummer nicht mehr preisgeben. Das macht den Messenger noch anonymer und praktischer für berufliche Kontakte.

Die regelmäßigen Updates und die transparente Entwicklung machen Signal zur ersten Wahl für alle, die Wert auf Privatsphäre legen, aber trotzdem einen modernen, funktionsreichen Messenger nutzen wollen.

Wenn ihr euer Tablet mit Signal koppeln wollt, dann findet ihr hier Tipps dazu.

Zuletzt aktualisiert am 19.02.2026