Updates können nerven. Genau, wenn Ihr keine Zeit habt, will Euer Mac neu starten, um die neueste Betriebssystemversion zu installieren. Und das, wo Euer System doch einwandfrei läuft und Ihr eigentlich gar nichts ändern wollt! Wir zeigen Euch, warum Updates auch beim Mac absolut essenziell sind und wie Ihr sie optimal anwendet.
Updates – Nicht nur neue Features
Updates werden in Pressemitteilungen und Berichten hauptsächlich als Hinzufügen neuer Funktionen zu einer App oder einem Betriebssystem beschrieben. macOS 15 Sequoia beispielsweise bringt AI-Features, verbesserte Safari-Funktionen und iPhone-Mirroring. Was die Hersteller in den seltensten Fällen prominent erwähnen: Updates sind vor allem wichtig wegen der Fehler, die von einer Version des Betriebssystems zur nächsten behoben werden.
Auch wenn das System aus Eurer Sicht einwandfrei und ohne Probleme läuft, oft sind es vom Benutzer nicht direkt erkennbare Fehler, die die größten Auswirkungen haben: Jedes System und jede App hat potenziell Sicherheitslücken, die von Angreifern ausgenutzt werden können. 2024 und 2025 haben gezeigt, wie kritisch diese sein können – von Zero-Day-Exploits bis hin zu Supply-Chain-Attacken. Sind Lücken einmal bekannt, dann beheben die Hersteller sie mit Hochdruck und lassen sie in das nächste Update einfließen. Die Zeit, die ein Update Euren Mac vielleicht blockiert, ist also gut investiert!
macOS Rapid Security Response: Der Game-Changer
Seit macOS 13 Ventura hat Apple die sogenannten „Rapid Security Response“ Updates eingeführt – ein echter Durchbruch in Sachen Sicherheit. Diese blitzschnellen Sicherheitsupdates werden automatisch im Hintergrund installiert, ohne dass Ihr den Mac neu starten müsst. Sie schließen kritische Sicherheitslücken binnen Stunden nach ihrer Entdeckung.
Diese Updates erkennt Ihr an der speziellen Kennzeichnung in den Systemeinstellungen – sie tragen Zusätze wie „(a)“ oder „(b)“ in der Versionsnummer. Das Besondere: Sie greifen so minimal in das System ein, dass sie meist völlig unbemerkt installiert werden. Ein riesiger Fortschritt gegenüber früher, als jedes Sicherheitsupdate einen Neustart erforderte.
Installation von Systemupdates bei macOS
Für macOS gibt es mittlerweile drei Arten von Systemupdates:
- Rapid Security Response: Blitzschnelle Sicherheitspatches, die automatisch ohne Neustart installiert werden. Diese sind seit macOS 13 verfügbar und sollten immer aktiviert bleiben.
- Updates innerhalb der macOS-Version: Diese Updates beinhalten überwiegend Fehlerbehebungen, manchmal auch neue Features, die nachgeliefert werden. Sie haben dieselbe Haupt-Versions-Nummer und erhöhen nur die Unterversion (beispielsweise 15.1.2 auf 15.1.3). Diese Updates solltet Ihr unbedingt zeitnah installieren.
- Neue macOS-Versionen: Hier ändert sich die Hauptversionsnummer (beispielsweise von 14.6 auf 15.0). Gerade in den ersten Tagen nach dem Ausrollen einer neuen Version kann es schon mal zu Problemen kommen, die in den Tests nicht aufgefallen sind. Hier macht es Sinn, ein paar Tage zu warten und im Internet nachzusehen, ob das der Fall ist. Für Eure alte Betriebsystemversion werden noch über Monate die Sicherheitsupdates ausgerollt!
Zur Installation geht in die Systemeinstellungen von macOS (seit macOS 13 nicht mehr „Systemeinstellungen“, sondern das neue Design) und klickt auf Allgemein > Softwareupdate.
- macOS zeigt Euch jetzt die verfügbaren Updates an, kategorisiert nach Typ.
- Rapid Security Response Updates werden separat angezeigt und können einzeln aktiviert/deaktiviert werden.
- Bei anderen Updates könnt Ihr einzelne Updates abwählen, wenn Ihr sie nicht installieren möchtet.
- Ein Klick auf Jetzt installieren startet das Herunterladen und die Installation der Updates.
- Es ist dringend empfehlenswert, sowohl die Installation von Sicherheitsupdates als auch die Rapid Security Response automatisch durchführen zu lassen.
Installation von App-Updates
Was für das Betriebssystem gilt, gilt natürlich auch für Apps: Auch hier können Sicherheitslücken dafür sorgen, dass Eure Daten in Gefahr sind. Der App Store hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und bietet nun smartere Update-Mechanismen.
Schaut also regelmäßig in den App Store auf Eurem Mac und installiert die anstehenden Updates:
- Im App Store findet Ihr Updates jetzt im Bereich Updates in der Seitenleiste.
- Wenn Updates vorliegen, dann seht Ihr sie übersichtlich aufgelistet mit Informationen zu den Änderungen.
- Ein Klick auf Aktualisieren neben dem App-Namen startet die Installation.
- Noch einfacher ist die Automatisierung: Geht zu App Store > Einstellungen in der Menüleiste.
- Aktiviert die Option App-Updates unter „Automatische Updates“. Zusätzlich könnt Ihr auch automatische Downloads aktivieren.
Apps außerhalb des App Stores im Blick behalten
Viele Mac-Nutzer verwenden auch Apps, die nicht aus dem App Store stammen – von Adobe Creative Suite über Microsoft Office bis hin zu Entwicklertools. Diese Apps haben eigene Update-Mechanismen, die Ihr nicht vernachlässigen solltet.
Meist findet Ihr in der App selbst unter dem Menüpunkt „[App-Name]“ die Option „Nach Updates suchen“. Viele moderne Apps prüfen automatisch beim Start, ob neue Versionen verfügbar sind. Tools wie „MacUpdater“ oder „App Fresh“ können Euch dabei helfen, den Überblick zu behalten – sie scannen Euer System nach veralteten Apps und benachrichtigen Euch über verfügbare Updates.
Backups vor großen Updates
Obwohl Updates normalerweise problemlos verlaufen, ist ein aktuelles Backup vor größeren Systemupdates Pflicht. Time Machine macht das kinderleicht – schließt einfach eine externe Festplatte an und aktiviert das automatische Backup. Bei kritischen Arbeitssystemen empfiehlt sich zusätzlich ein klonbares Backup mit Tools wie „Carbon Copy Cloner“.
So seid Ihr auf der sicheren Seite und könnt Updates entspannt angehen, ohne Euch Sorgen um Datenverlust zu machen. Die paar Minuten Vorbereitung können Stunden oder Tage der Wiederherstellung sparen.
Zuletzt aktualisiert am 20.02.2026