Der Trend ist unaufhaltsam: Über 80% aller Internetnutzer surfen mittlerweile hauptsächlich über ihr Smartphone. Dabei werden Passkeys als sicherer Passwort-Ersatz immer wichtiger. Die gute Nachricht: Android und iOS unterstützen beide nativ die Verwendung von Passkeys – und das mittlerweile deutlich ausgereifter als noch vor zwei Jahren.
Was sind Passkeys und warum sind sie wichtig?
Passkeys sind der neue Standard für sichere Anmeldungen ohne Passwörter. Statt euch komplizierte Passwörter zu merken, authentifiziert ihr euch einfach per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN. Das ist nicht nur bequemer, sondern auch deutlich sicherer: Phishing-Angriffe laufen ins Leere, da es keine Passwörter zum Abfischen gibt. Mittlerweile unterstützen alle großen Dienste wie Google, Microsoft, Apple, PayPal, eBay und viele Banking-Apps Passkeys.
Passkeys unter Android 15
Google hat die Passkey-Integration in Android kontinuierlich verbessert. Mit Android 15 funktioniert die Synchronisation zwischen Geräten noch reibungsloser. Um Passkeys zu nutzen, müsst ihr zunächst den Google-Passwortmanager aktivieren:
- Öffnet die Einstellungen eures Android-Geräts
- Sucht nach „Passwörter“ oder navigiert zu Passwörter und Konten (der genaue Pfad variiert je nach Hersteller)
- Aktiviert Google Passwort-Manager als Standard-Anbieter
- Stellt sicher, dass die Synchronisation aktiviert ist
Das Erstellen neuer Passkeys ist denkbar einfach geworden. Die meisten Dienste bieten mittlerweile beim Login automatisch die Passkey-Erstellung an:
- Meldet euch bei einem unterstützten Dienst an
- Tippt auf „Passkey erstellen“ wenn die Option erscheint
- Bestätigt eure Identität per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder PIN
- Der Passkey wird automatisch gespeichert und synchronisiert
Neu in Android 15: Ihr könnt jetzt auch Passkeys von Drittanbieter-Passwortmanagern wie 1Password oder Bitwarden nutzen. Diese Integration macht das System noch flexibler.
Passkeys unter iOS 18
Apple hat mit iOS 18 die Passkey-Unterstützung deutlich ausgebaut. Die Voraussetzungen sind minimal:
- iOS/iPadOS 18 (oder mindestens iOS 16)
- Aktivierter iCloud-Schlüsselbund
- Zwei-Faktor-Authentifizierung für eure Apple-ID
So aktiviert ihr den iCloud-Schlüsselbund:
- Öffnet die Einstellungen
- Tippt oben auf euer Profil
- Wählt iCloud > Passwörter & Schlüsselbund
- Aktiviert die Synchronisation
Wichtiger Hinweis: Seit iOS 18 könnt ihr auch Passkeys mit Familienangehörigen über die Familienfreigabe teilen – praktisch für gemeinsam genutzte Accounts.
Das Erstellen von Passkeys funktioniert ähnlich wie unter Android:
- Meldet euch bei einem Dienst an
- Bestätigt die Passkey-Erstellung wenn angeboten
- Authentifiziert euch per Face ID, Touch ID oder Gerätecode
- Der Passkey wird im iCloud-Schlüsselbund gespeichert
Passkeys zwischen Geräten nutzen
Ein großer Vorteil von Passkeys: Sie funktionieren geräteübergreifend. Ihr könnt einen Passkey auf eurem iPhone erstellen und ihn dann am Windows-PC nutzen – per QR-Code-Scan. Umgekehrt funktioniert das genauso. Diese Flexibilität macht Passkeys besonders alltagstauglich.
Troubleshooting: Wenn Passkeys nicht funktionieren
Falls Probleme auftreten, prüft folgende Punkte:
- Ist die Internetverbindung stabil?
- Sind die biometrischen Daten korrekt eingerichtet?
- Ist der Passwort-Manager aktuell?
- Unterstützt die Website oder App tatsächlich Passkeys?
Manchmal hilft es auch, den Browser-Cache zu leeren oder die App neu zu installieren.
Fazit: Passkeys sind die Zukunft
Passkeys haben sich von einer Beta-Funktion zu einem ausgereiften Standard entwickelt. Die Implementierung sowohl unter Android als auch iOS ist mittlerweile so gut, dass ihr problemlos komplett auf Passwörter verzichten könnt. Gerade auf dem Smartphone, wo ihr täglich dutzende Male Apps und Websites aufruft, machen Passkeys das Leben deutlich einfacher und sicherer. Probiert es aus – ihr werdet nicht mehr zurückwollen.
Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026





